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Telekommunikation - Wachstum im Sinkflug

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Der weltweite Telekommunikationsmarkt wird weniger durch ein starkes Wachstum als vielmehr durch grundlegende Änderungen im Marktgeschehen bestimmt, darauf weist die auf Netzwerk- und Telekommunikations-dienstleistungen spezialisierte Detron Group NV aus den Niederlanden in einer aktuellen Marktstudie hin.

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Demnach wird der Gesamtmarkt für Telekommunikations-services in den nächsten fünf Jahren lediglich um 8 Prozent jährlich wachsen: Von rund 860 Mrd Euro 1998 auf etwa 1,3 Billionen Euro bis zum Jahr 2005.

"Die hohen absoluten Zahlen täuschen leicht darüber hinweg, daß die Wachstumsrate zwar noch recht ordentlich ist, aber schon lange keinen Anlaß mehr zur Euphorie darstellt", erklärt Frank Verhage, Geschäftsführer der deutschen Detron Communication Services GmbH in Düsseldorf.

Als wichtigste Dynamikfaktoren nennt die Detron-Studie die Liberalisierung der Telekommunikations-märkte, gravierende technologische Innovationen und drastisch veränderte Kundenanforderungen. So führe die Deregulierung zu einem verschärften Wettbewerb der Anbieter bei zunehmendem Preisdruck, was viele Services in der bisherigen Form unwirtschaftlich mache und neue Dienstleistungen favorisiere. Als weitere Folge der Liberalisierung nennt die Detron-Studie die Trennung von Infrastruktur und Services, wodurch die bislang bestehenden Wertschöpfungsketten an zahlreichen Stellen aufgetrennt und neue Wege zur Schließung der Ketten gefunden werden müßten.

Als mit Abstand wichtigste technologische Entwicklung identifiziert die Untersuchung die Konvergenz von Nachrichten-, Computer- und Medientechnik zu einer neuen "Superbranche" auf Basis des Internet Protocols (IP).

Allein für den Internet-Zugang über das herkömmliche Telefonnetz veranschlagt die Studie ein Marktvolumen von rund 500 Millionen Euro im Jahr 2000.

Zudem sei abzusehen, daß die Infrastrukturen für die Mobilkommunikation innerhalb weniger Jahre die heutigen Festnetze an Funktionalität überholen werden, heißt es in der Studie weiter. Schon für das nächste Jahr sagt die Studie rund 500 Millionen Mobiltelefonteilnehmer weltweit voraus.

Auf der Kundenseite stellt Detron eine stark steigende Nachfrage nach Telekommunikationsservices fest, allerdings zu immer niedrigeren Tarifen. Für die Zukunft prognostiziert die Studie eine drastisch zunehmende Bedeutung der Mobilkommunikation bei gleichzeitiger geographischer Ausweitung der Dienste. "Mit einem Handy-großen Gerät jederzeit und an jedem Ort weltweit auf Knopfdruck telefonieren und sich im Internet bewegen (und das alles beinahe kostenlos), das sind die Erwartungen der Verbraucher schon in wenigen Jahren. Am Markt werden diejenigen Anbieter gewinnen, die diesen Anforderungen in möglichst vielen oder gar allen Facetten Rechnung tragen", faßt Detron-Chef Frank Verhage die Resultate der Studie zusammen. Und weiter: "Anbieter, die sich primär auf eine anhaltend steigende Nachfrage nach herkömmlichen Telekommunikationsservices verlassen, der sie einfach mit den Diensten der Vergangenheit begegnen, werden scheitern."



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