Nintendo stellt nächste Konsolengeneration vor
Unter dem Projektnamen Dolphin hat Nintendo in Japan den Nachfolger der Nintendo 64 (N64) Konsole vorgestellt, die nicht nur für schnelle 3D-Spiele geeignet ist, sondern auch DVD-Videos abspielen und ans Internet angeschlossen werden können soll, wie das US-Magazin Next-Generation berichtet.
Dolphin, zu Deutsch Delphin, wird mit einem modifizierten, mit 400MHz getakteten PowerPC-Prozessor ausgestattet sein, der den Namen "Gekko" erhalten hat und von IBM in 0.18 Micron mit Kupfertechnologie gefertigt wird. Damit besitzt Nintendo einen verläßlichen Partner mit Erfahrung und einer schon in 0.18 Micron laufenden Produktion von PowerPC Prozessoren für Apples PowerMacs. Ein weiterer Pluspunkt ist, daß die PowerPC-Technologie in Massenproduktion günstiger zu produzieren ist und die Konsole damit recht preiswert bleiben soll, da auf eine spezielle CPU verzichtet wird.
Der Grafikchip wird in Zusammenarbeit mit ArtX entwickelt und mit 200 MHz getaktet sein. Neben einer beeindruckenden Speicherbandbreite von 3,2 GByte/Sekunde sind jedoch keine weiteren Leistungsdaten bekannt. Angaben zur Fließkommaleistung oder zu den möglichen 3D-Features sind noch nicht veröffentlicht worden, was zu wilden Spekulationen im Netz führt. Weiteren Raum für Spekulationen liefert die Zusammenarbeit mit Matsushita, in deren Rahmen Dolphin um Netzwerk-Features versehen werden soll. Nintendo scheint Dolphin, im Gegensatz zu Sega und Sony nicht nur als Spiele- und Internetkonsole sondern darüber hinaus als Allround-Set-top Box zu konzipieren.
Mehr Informationen sind von Nintendo in der nächsten Zeit nicht zu erwarten. Verständlicherweise - denn man will sich schließlich das gut laufende N64-Geschäft derzeit nicht verderben. Sicher ist aber, daß schon Entwickler an ersten Spieletiteln für Dolphin arbeiten und daß die Konsole gegen Ende des Jahres 2000 weltweit auf den Markt kommt.
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