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RealNetworks bringt 3D-Videos ins Internet

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Die dritte Dimension kennen die meisten Menschen nur aus Unterhaltungsparks, Kinos und einigen Versuchen im Fernsehen, nun will RealNetworks per Videos in 3D auch über das Internet ermöglichen. Das Prinzip entspricht dabei dem, was man von derzeit verfügbaren, preiswerten 3D-Brillen für den Computer kennt. Die 3D-Videos werden per RealNetworks G2 Player plus 3D-Plug-in wiedergegeben und gleichzeitig mit einer zusätzlich benötigten LCD-Shutter-Brille synchronisiert.

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Diese 3D-Brillen liefert mit hoher Frequenz ein Bild je Auge und verdecken dem Betrachter das jeweils andere Auge während dieser Zeit. Die Bilder unterscheiden sich durch den Betrachtungswinkel, der dem Augenabstand entspricht. Um ein Flimmern zu vermeiden, wird mindestens 120 Mal pro Sekunde umgeschaltet. Der 3D Effekt entsteht, weil das Gehirn beide Bilder zusammensetzt.

Die Softwaretechnologie dazu kommt von der kanadischen Firma Isee3D , die ein Plug-in für RealNetworks G2 Server und Player entwickelt hat. Es soll im gegen Ende des Sommers zum Download zur Verfügung stehen. Entsprechende Videos können mit Hilfe normaler Kameras und einer von Isee3D entwickelten Speziallinse aufgezeichnet und anschließend über einen G2 Server versendet werden. Allerdings ist das Datenvolumen, dank der für jedes der beiden Augen benötigten Videostreams, doppelt so hoch wie bei einem 2D Videostream und so benötigt der Empfänger mindestens ein Kabel-Modem oder eine ADSL-Verbindung. Isee3D überlegt derweil, ob die Brillen umsonst verteilt werden und durch den Verkauf von Serversoftware und die Herstellung von 3D Videos finanziert werden.

Im Rahmen der RealNetworks Conference 99 (RNC 99) wurden jedoch noch weitere Neuerungen angekündigt. So hat der G2 Player endlich sein Beta-Stadium hinter sich gebracht und ist sowohl für Power Macintosh als auch für PC um einige Features erweitert worden, soll sich nun besser in der Leistung skalieren und vor allem bei Video mit höheren Auflösungen eine bessere Wiedergabequalität liefern.

Ein von Intel lizensiertes 3D Plug-in namens RealText 3D soll darüber hinaus auch über schwächere Internetverbindungen 3D-Effekte und 3D-Text liefern. Diese werden, im Gegensatz zu Isee3Ds System, allerdings erst auf dem Rechner des Betrachters berechnet und mit dem Video verknüpft.



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