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Spielehersteller im Streit mit Jugendbehörden

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Nachdem 14 Bundesländer - ausgenommen Berlin und Sachsen - seit vergangenem Montag die Unterhaltungs-Softwarehersteller dazu zwingen, Spiele mit Filmsequenzen nur noch mit einem FSK-Prüfsiegel zu verkaufen, herrscht Streit zwischen den obersten Landesjugendbehörden und dem Verband der Unterhaltungssoftware Deuschland (VUD).

Während die Landesjugendbehörden argumentieren, daß alle neuen Medien mit bewegten Bildern wie Filme zu behandeln und somit von der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) abzusegnen sind, ist der VUD anderer Ansicht: es gäbe einen Unterschied zwischen Film und interaktiver Handlung.

Die noch relativ junge aber milliardenschwere Computerspielebranche hat zwar schon seit 1994 mit der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) eine eigene freiwillige Kontrollinstanz etabliert, diese scheint aber von staatlicher Seite nicht besonders geschätzt zu werden und wird nun nicht mehr anerkannt. Grund dafür dürften vor allem die den FSK-Prüfsiegeln zum Verwechseln ähnlich sehenden Alterskennzeichnungen der USK sein. Die USK habe zudem, was in den Augen der Gesetzeshüter wesentlich gravierender ist, die getestete Software bzw. die Ergebnisse nicht an die FSK weitergegeben.

Sowohl FSK als auch USK sehen sich so in ihren Aufgaben beschnitten oder übergangen. Eine gütliche Lösung scheint derzeit nicht in Sicht. Sowohl VUD, unter deren Obhut die USK arbeitet, und jetzt gegen die Länder klagt, als auch FSK und Landesjugendbehörden bleiben hart. Ob und ab wann eine für alle akzeptable Lösung ins Haus steht, bleibt offen.

Kommentar:
Leidtragende sind, wie so oft, die Händler, Kaufhäuser und Spieleversender, die dank der Entscheidung auf ihrer nicht entsprechend mit FSK-Aufkleber versehenen Unterhaltungssoftware sitzen bleiben, es sei denn sie wollen riskieren, sich Ordnungsstrafen oder Bußgelder einzuhandeln.

Auf der einen Seite steht der Staat, der verpflichtet ist, Kinder und Jugendliche vor schädlichen Einflüssen zu schützen, die einige der härteren und visuell immer detaillierter werdenden Gewaltspiele auf labilere Personen durchaus ausüben. Auf der anderen Seite stehen die Hersteller von Unterhaltungsoftware, die enorme Probleme haben, ihre Produkte an Interessenten über 18 Jahren zu verkaufen, da selbige weder auf den Auslagen der Händler liegen dürfen, noch die Händler bereit zu sein scheinen, spezielle Verkaufsflächen wie in Viddeotheken zu schaffen, in die nur Erwachsene Zutritt haben.

Sowohl der VUD als auch die USK täten gut daran, sich mit der wesentlich erfahreneren FSK zusammenzutun - Kunden, Händler und Hersteller können von der Zusammenarbeit nur profitieren. Darüber hinaus sollte man eines nicht vergessen: Die am Markt wirklich erfolgreichen Spiele enthalten nur sehr selten ausufernde Gewaltdarstellungen, wie es beispielsweise Anno 1602, Civilization, Tetris und zahlreiche andere Spiele belegen...


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