• IT-Karriere:
  • Services:

Spieletest: Civilization - Call to Power

Artikel veröffentlicht am , av

Am Anfang war der Siedler...
Am Anfang war der Siedler...
Mit Call to Power geht der nunmehr 10 Jahre alte Klassiker Civilization in die dritte Runde. Nachdem Activision die Rechte von Microprose gekauft hatte, stand dem auch nichts mehr im Wege. Allerdings handelt es sich wie schon bei Civilisation 2 um eine Überarbeitung und nicht um ein komplett neues Spiel.

Stellenmarkt
  1. Bistum Augsburg, Augsburg
  2. engelbert strauss GmbH & Co. KG, Biebergemünd

Der Spielverlauf ist wie eh und je: Nachdem der Spieler die Größe der Welt, Anteile von Land und Wasser, Art der Vegetation, Schwierigkeitsgrad, Anzahl der Gegner und natürlich die eigene Nation gewählt hat, beginnt er 4000 v. Chr. in der isometrischen Ansicht auf der vom Computer generierte Karte mit einem Siedler nach einer geeigneten Stelle für die erste Stadt zu suchen. Danach werden Krieger für die Erforschung des Landes, Siedler für weitere Städte sowie Stadtmodernisierungen gebaut, um das Wachstum der Zivilisation voranzutreiben.


doch schon im Mittelalter
ist die Zivilisation beachtlich.

Das Ziel des Spiels ist immer noch die Weltherrschaft. Dafür braucht man kein Raumschiff nach |Alpha-Centauri| http://www.alphacentauri.ea-europe.com/deutsch/mainframe.htm mehr (dank Sid Meier kann man dort schon siedeln), sondern ein geklontes Alien. Das ist aber eine ebenso langwierige und Ressourcen fressende Aufgabe. Als Alternative bleibt immer noch die Vernichtung aller Gegner, jedoch ist auch dieses Ziel durch die Neuerungen schwerer, aber auch differenzierter zu erreichen.

Die Grafik von "Call to Power" hat sich nicht grundlegend geändert. Gerade die Übergänge von Wasser zu Festland oder zwischen verschiedenen Terraintypen sind immer noch sehr abrupt obwohl die 16 bit Grafik mehr hergeben würde. Verbessert hat sich dagegen die Darstellung der Einheiten, Städte und Feldmodernisierungen wie Bergwerke oder Farmen, die recht plastisch wirken und zum Teil animiert sind. Auch die Menüs und Zwischensequenzen, die über Weltwunder oder Vorgänge in den Städten informieren, haben optisch einiges zugelegt. Die Standardauflösung von 1024 x 768 Bildpunkten bietet eine gute Übersicht, bringt aber die Schwierigkeit, kleine Schaltflächen auf Anhieb zu treffen.

Die Spielsteuerung ist zwar besser geworden, besitzt aber noch immer einige Macken: Befehle an Einheiten oder Bauaufträge an die Städte werden über ein Menü am unteren Bildschirmrand gegeben. Mehreren Karteikarten gliedern das Menü in die Bereiche der globalen Einstellungen, die die gesamte Zivilisation betreffen, und der lokalen Einstellungen, die von Stadt zu Stadt variieren. Der Button "nächste Einheit" bzw. "nächste Stadt" helfen ungemein bei einem großen Imperium die Übersicht zu behalten. Ein Problem, das so manchen Nerv kosten kann, ist daß die Einheiten bei Beendigung der Runde aktiviert bleiben. Möchte man in der nächsten Runde eine andere Einheit aktivieren, kommt es oft vor, daß sich die vorige Einheit in Bewegung setzt. Für alte Civ-Hasen ist die Steuerung zwar ungewohnt, aber das ausführliche Einführungslevel und die Tastaturbelegung des Vorgängers sind eine große Hilfe.


Intro und Zwischensequenzen
können überzeugen.

Die Neuerungen kommen dem Spielspaß und der Spieltiefe sehr zugute. Wo früher noch teure Siedler Straßen und Bergwerke gebaut haben, gibt es jetzt die Staatlichen Bautrupps, für die prozentual ein Wert der gesamten Produktion bereitgestellt wird. Damit ist es möglich die komplette Infrastruktur einer Stadt in nur zwei Runden zu errichten.

Die Verlängerung der Spielzeit auf 3000 n. Chr. läßt viele neue Technologien zu. So ist die Kolonisierung der Meere durch Unterwasserstädte und des Weltraums durch Städte im erdnahen Orbit möglich. Neue Einheiten wie Weltraumbomber und Sternenkreuzer gehören ebenso dazu wie futuristische Feldmodernisierungen wie Hydroponische Farmen oder die Magnetschwebebahn. Wer dachte, es gäbe nur 7 Weltwunder hat sich wohl geirrt: Die Sternenleiter, eine Art Fahrstuhl zwischen Erde und Weltraum, ist nur eines der 37 neuen Wunder, die darauf warten gebaut zu werden.
Aber auch die Möglichkeiten der Kriegführung wurden erweitert. Zum Beispiel lassen sich verschiedene Einheiten zugunsten einer höheren Angriffs- und Verteidigungsstärke zu einer Armee zusammenfassen. Aber viel interessanter sind die unkonventionellen Methoden, die meist von der Regierungsform abhängen. In der Theokratie lassen sich fremde Städte durch Geistliche in Angst und Schrecken versetzen und bezahlen sogar, um von ihren Sünden befreit zu werden. Die Ökotopie läßt Ökoterroristen zu, die Städte mit Nanoviren infizieren und so alle Weltwunder und besondere Gebäude zerstören. Und nicht zu letzt der Anwalt, der per einstweiliger Verfügung Fabriken stillegt oder Embargos durchsetzt.

Auch für Multiplayerfreunde ist gesorgt: Bis zu 8 Spieler können über IPX bzw. TCP/IP in einem LAN oder im Internet um die Weltherrschaft ringen. Im Lieferumfang ist wie schon bei den Vorgängern ein sehr ausführliches Handbuch, das erstaunlicherweise ohne orthographische Fehler auskommt, und ein Plakat, das einen hervorragenden Überblick über Technologien, Modernisierungen und Einheiten bietet. Nur ein Szenarioeditor fehlt, der aber von Activision in einer Beta-Version im Internet angeboten wird.

Fazit: Civilization - Call to Power ist zwar nicht wirklich etwas Neues, aber es bietet doch viele neue Technologien, Einheiten, Wunder und somit Varianten der Strategie, daß es auch für Civilisation-Fans eine Herausforderung darstellt. Mit sechs Schwierigkeitsgraden von leicht bis unmöglich weiß dieses Spiel Einsteiger wie Fortgeschrittene, länger als der Umgebung lieb ist, an den PC zu fesseln. Wer dem Ruf der Macht folgt, kann nichts falsch machen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de

Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy Z Flip - Hands on

Das Galaxy Z Flip ist Samsungs zweites Smartphone mit faltbarem Display - und besser gelungen als das Galaxy Fold.

Samsung Galaxy Z Flip - Hands on Video aufrufen
5G: Neue US-Sanktionen sollen Huawei in Europa erledigen
5G
Neue US-Sanktionen sollen Huawei in Europa erledigen

Die USA verbieten ausländischen Chipherstellern, für Huawei zu arbeiten und prompt fordern die US-Lobbyisten wieder einen Ausschluss in Europa.
Eine Analyse von Achim Sawall

  1. Smartphone Huawei wählt Dailymotion als Ersatz für Youtube
  2. Android Huawei bringt Smartphone mit großem Akku für 150 Euro
  3. Android Huawei stellt kleines Smartphone für 110 Euro vor

Maneater im Test: Bissiger Blödsinn
Maneater im Test
Bissiger Blödsinn

Wer schon immer als Bullenhai auf Menschenjagd gehen wollte - hier entlang schwimmen bitte. Maneater legt aber auch die Flosse in die Wunde.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Mount and Blade 2 angespielt Der König ist tot, lang lebe der Bannerlord
  2. Arkade Blaster 3D-Shooter mit der Plastikkanone spielen
  3. Wolcen im Test Düster, lootig, wuchtig!

Energieversorgung: Wasserstoff-Fabrik auf hoher See
Energieversorgung
Wasserstoff-Fabrik auf hoher See

Um überschüssigen Strom sinnvoll zu nutzen, sollen in der Nähe von Offshore-Windparks sogenannte Elektrolyseure installiert werden. Der dort produzierte Wasserstoff wird in bestehende Erdgaspipelines eingespeist.
Ein Bericht von Wolfgang Kempkens

  1. Industriestrategie EU plant Allianz für sauberen Wasserstoff
  2. Energie Dieses Blatt soll es wenden
  3. Energiewende Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze

    •  /