Paderborner Schulen: Über die Ampel ins Internet

Internet per Ampel ?
Die Stadt Paderborn hat sich etwas besonderes einfallen lassen, um in Zusammenarbeit mit der örtlichen Universität die insgesamt 44 städtischen Schulen ins Netz zu bringen. Anstatt über teure Mietleitungen zu gehen, wurden stadteigene Leitungswege aus dem Ampelnetz - also die städtische Ampelsteuerung - sowie 400.000 DM Grundfinanzierung bereitgestellt, um die Schülerinnen und Schüler an das deutsche Breitband-Wissenschaftsnetz anzubinden. Hinzu kommen weitere 100.000 DM für die Netzanbindung der Schulverwaltungen.
Seitens der Universität wird das Projekt durch das Fach Informatik von Prof. Dr. Hans-Ulrich Heiß und dem Leiter Rechnerbetriebe, Rainer Funke, durchgeführt. Im Verlauf des am 1. April startenden neuen Projektes sollen die Nutzungsmöglichkeiten für die Schulen erheblich ausgeweitet werden. Über moderne Übertragungsverfahren wie "xDSL" auf den städtischen Kupferleitungen des Ampelnetzes sollen wesentlich höhere Übertragungsraten erreicht werden als bisher mit ISDN.
Das Bildungsnetz soll den Schulen helfen, bei der technischen Betreuung ihrer Schulrechner und Schulnetze leichter mit anderen Schulen und der Universität kooperieren zu können. Netzwerkdienste sollen auch gemeinsam für das gesamte Bildungsnetz anstatt an jeder einzelnen Schule bereitgestellt werden. Dies, wie auch die Reduzierung der laufenden Telekommunikationsgebühren, soll laut den Betreibern helfen, auch die Folgekosten für den Einsatz der neuen Technologien möglichst niedrig zu halten.
Das Projekt ist offen für weitere Bildungseinrichtungen aus der Region, die Grundfinanzierung ist aber den Paderborner Schulen vorbehalten. Auch bezüglich der Leitungswege ist das Projekt offen für die Nutzung anderer Übertragungsverfahren sowie die Einbeziehung von Leitungen weiterer Partner.
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