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Erster Eindruck: VideoLogic zeigt PowerVR 2

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Die lange erwartete, vielversprechende PC-Grafikkarte, die auf der gleichen Technologie wie Segas Dreamcast Konsole basiert, ist nun erstmals in Deutschland auf der CeBIT am Stand von VideoLogic zu sehen. Die Neon 250 ist die erste Grafikkarte, die auf dem neuen, leistungsfähigen PowerVR Series 2 Grafikchip basiert, der sowohl bei 2D- als auch 3D-Grafik Erstaunliches leisten soll. Für Spieleentwickler ist der Chip besonders interessant, denn er ist sowohl in Konsolen (Sega Dreamcast), in Spielhallen (R-Cade) als auch im PC-Markt zu finden und bietet so die bisher einzige Cross-Platform Grafiktechnologie.

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Die Neon 250 war zwar noch ein Vorserienmuster, konnte aber schon überzeugen. Im Gegensatz zum fertigen Produkt, das im Juni für ca. 200 US-Dollar auf den Markt kommen soll, bot die gezeigte Neon 250 noch einen mit 125MHz getakteten PowerVR 2 Chip. Die endgültige Version soll hingegen mit einem Takt von 133MHz noch mehr Dampf machen. Im Gegensatz zur ebenfalls in Kürze erscheinenden Konkurrenz bietet die Neon 250 noch kein AGP 4X, sondern nur AGP 2X, wird dafür aber auch für ältere Systeme mit PCI-Bus ausgeliefert. Neben 16 MByte ESDRAM, einem 250MHz RAMDAC und einer max. Auflösung 1290 x 1440 Punkten bietet die Neon 250 noch folgende Features:

  • Farb-Rendering in 32-Bit.
  • 32-Bit Z-Buffer.
  • Setup-Engine mit bis zu 4 Mio Polygonen/Sekunde (Dargestellte Polygone) - Der PowerVR 2 Chip arbeitet nicht mit Polygonen, sondern mit Infinite Planes, wandelt diese aber in Hardware automatisch um, um mit DirectX kompatibel zu sein.
  • Multi-Texturing, Environment Mapping, Bump Mapping.
  • Echtzeit-Schatten.
  • 8:1 Textur-Kompression (nicht kompatibel zu S3s S3TC-Kompression) - Muß speziell unterstützt werden.
  • Hardwareunterstützte DVD-Wiedergabe.
  • TV-Out (SVHS, Composite).
  • Unterstützt PowerSGL Direct, DirectX und OpenGL (Kompletter ICD).
  • Treiber für Windows 9x, NT 4 und Windows 2000.

Die 3D-Qualität der Neon 250 konnte uns, vor allem, was die Effekte angeht, überzeugen. Zwar gab es ab und an kurze Ruckler bei der Demonstration des 3D-Action-Rennspiels Rollcage während Texturen nachgeladen wurden, diese sollen aber noch durch die unfertigen Treiber bedingt sein. Das machte sich auch im 3DMark 99, dem derzeitig wichtigsten 3D-Benchmark, bemerkbar. Hier fehlten zum Teil Texturen oder ganze Bildabschnitte. Nichtsdestotrotz war die Geschwindigkeit und Qualität - sieht man einmal von den treiberbedingten Darstellungsfehlern ab - recht ansprechend.

Laut VideoLogic erreicht die Karte in einem Pentium III 500 ohne SIMD-optimierte Treiber bei 800 x 600 Punkten in 16 Bit bis zu 4200 3DMark. Auf dem Pentium II 400 Demonstrationssystem in 32 Bit waren es jedoch weit unter 4000 3DMark. id-Software 3D-Engine lief bei 640 x 480 Punkten bei 32-Bit Farbe per OpenGL-Treiber mit durchschnittlich 100 Bildern/Sekunde. Selbst bei 1024 x 768 Punkten waren es noch rund 50 Bilder/Sekunde, was recht ordentlich ist. Wenn die Treiber stabiler und schneller laufen und auch der Grafikchip mit 133MHz läuft, dann sollten hier mindestens 60 Bilder/Sekunde möglich sein.

Laut VideoLogic soll die integrierte Setup-Engine, die dem PC sämtliche 3D-Berechnungen abnimmt, selbst auf niedriger getakteten Rechnern nur max. 5 Prozent langsamer sein. Man fragt sich dann aber unwillkürlich, warum bei den angegebenen Benchmarkergebnissen nicht damit geworben wird, daß eben kein Pentium III System benötigt wird, um schnelle und hübsche 3D-Grafik auf dem Bildschirm zu sehen.

Gegenüber dem US PC-Magazin Maximum PC soll VideoLogic auf der Game Developer's Conference geäußert haben, daß man überlege, die angekündigten PowerVR 2 Grafikkarten in den USA zu überspringen und später im Jahr mit der Serie 3 den Markt aufzumischen. Verwunderlich ist das nicht, denn bei der Masse an neuen, vielversprechenden Grafikchips muß man sich schon anstrengen, um genügend Aufmerksamkeit der Konsumenten auf sich zu lenken und die immer höheren Entwicklungskosten einzufahren.



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