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Datenübertragung im 60 GHz Bereich

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Eine Arbeitsgruppe um Professor Adolf Finger vom Institut für Nachrichtentechnik an der Technischen Universität Dresden arbeitet an einem drahtlosen Kommunikationssystem im Frequenzbereich von 60 Gigahertz. In diesem noch freien Frequenzbereich können Daten in sehr hoher Geschwindigkeit übertragen werden. Das Innovationskolleg "Kommunikationssysteme", gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Freistaat Sachsen, stellt die ersten Ergebnisse auf der CeBIT vom 18. bis 24. März 1999 (Halle 16, StandB023) vor.

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Bei einer Frequenz von 60 Gigahertz sollen diese zukünftigen Systeme Dienste vom schmalbandigen Telefon bis hin zu Videoübertragungen und Computeranwendungen mit hoher Datenrate im sogenannten Indoor-Bereich integrieren.

"Wir verbinden dabei die Mobilkommunikation mit der Lichtwellentechnik", berichtet Professor Adolf Finger, Leiter des Kollegs. In einem Großraumbüro beispielsweise wären dann alle Computer, Videogeräte oder Telefone miteinander vernetzt. "Eine Basisstation könnte im Keller eines Hauses installiert sein", so Finger.

Die Anbindung an eine Basisstation erfolgt optisch mittels Lichtwellenleitern, also Glasfaserkabeln. Elektronische Funksignale werden von einem Transpoder empfangen und gelangen zu einer Laserdiode, die das elektronische Signal in Licht umwandelt. Am anderen Ende wandelt dann eine Fotodiode das Licht wieder in elektronische Funksignale um.

Professor Adolf Finger schätzt: "Der Bedarf an mobiler, kostengünstiger Breitbandkommunikation wird stark wachsen."

Noch betreiben die Dresdner Wissenschaftler Grundlagenforschung: Sie haben neben Theorien und Technologien einen Sender und Empfänger komplett zusammengesetzt sowie die Leiterplatten samt Signalverarbeitung selbst gefertigt. Ziel ist es erst einmal, solch ein Kommunikationssystem für ein Gebäude fertigzustellen. Signale könnten dann auch in der näheren Umgebung des Hauses empfangen werden.

Finger: "Für einen Ausbau des Systems ist die Anbindung über öffentliche Leitungen - zum Beispiel das weitverzweigte Netz der Telekom - die einzige wirtschaftlich sinnvolle Lösung."



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