Telekom: Kabelnetz geht nicht an Deutsche Bank

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Der Streit um den Verkauf des TV-Kabelnetzes zwischen der Deutschen Telekom AG und der Deutschen Bank spitzt sich zu. Wie das Nachrichten-Magazin Spiegel meldet, hat Telekom-Vorstand Gert Tenzer am vorigen Donnerstag ein Angebot der Deutschen Bank zurückgewiesen, das Telekom-TV-Kabelnetz für einen Preis von "fünf bis neun Milliarden Mark" komplett zu übernehmen. Tenzer lehnte es außerdem ab, weitere Verhandlungen mit der Deutschen Bank über einen Gesamtverkauf des TV-Netzes zu führen.

Wie der Spiegel weiter schreibt, erwägt der Telekomvorstand, die Geschäftsbeziehungen zur Deutschen Bank drastisch einzuschränken. Grund ist der Besuch des Deutsche Bank-Vorstandsspechers Rolf Breuer bei EU-Wettbewerbskommissar Karel Van Miert, dem er berichtet hatte, die Bank wolle das TV-Kabel des Telefonkonzerns kaufen, die Telekom jedoch blockiere das Geschäft durch ihre zögerliche Haltung. Dieser Vorstoß hat bei der Telekom zu "erheblichen Irritationen" geführt, zitiert der Spiegel den Vorstand Gerd Tenzer: Man lasse sich beim Verkauf des TV-Netzes "nicht unter Zeitdruck setzen - von niemandem."

Statt eines Komplettverkaufs will die Telekom nun ihr seit längerem diskutiertes Regionalisierungsprogramm zügig durchziehen. Nach einem internen Telekom-Strategiepapier, das dem Spiegel vorliegt, sollen mindestens zehn Regionalgesellschaften gegründet werden, für die die Telekom dann "strategische Investoren wie Medienunternehmen oder Telekommunikationsfirmen" gewinnen will. Die ersten Gesellschaften sollen in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Berlin Brandenburg gegründet werden. Ein Anteil von 20 Prozent soll für Mittelständler reserviert werden. Die Telekom will ihre Beteiligungen in einzelnen Regionen sogar "auf Null reduzieren".

Das Kabelnetz wird in den nächsten Wochen auf einer Road Show in Berlin, München, Düsseldorf, London und New York Investoren vorgestellt. Vorstand Tenzer:"Im April beginnen die konkreten Verkaufsgespräche."

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