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IBM bekennt sich zu Linux und Open Source

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Auf der LinuxWorld, die in der ersten Märzwoche im Herzen des Silicon Valley in San Jose stattfand, kündigte IBM vollen Support, umfassende Unterstützung und neue Produkte für das Open-Source-Betriebssystem Linux an. IBM arbeitet gemeinsam mit der Linux-Gemeinschaft an einer Portierung von Linux auf die PowerPC-Prozessorlinie. Um den weiteren Durchbruch von Linux im Bereich des Enterprise Computings voranzutreiben, kündigte IBM Lizenzvereinbarungen mit vier kommerziellen Linux-Anbietern an: S.u.S.E., Red Hat Software, Caldera und Pacific HiTech.

Das Marktforschungsinstitut IDC sieht Linux ganz klar auf dem Weg zum Erfolg. So zeigte eine erst kürzlich erschienene Marktstudie Linux als das Server-Betriebssystem mit der größten Wachstumsrate im Markt: 212 Prozent wurden allein für das Jahr 1998 verzeichnet. Mit diesen Zahlen ließ Linux sowohl Windows NT als auch NetWare und andere Unix-Derivate weit hinter sich. Als Gründe für dieses Wachstum sieht man bei IDC neben den großen Vorbehalten vieler Anwender gegenüber Monopolisten auch die hohe Stabilität und enorme Performance des Linux-Systems. Allerdings hielten der fehlende Support und die mangelnde Unterstützung durch Hardwarehersteller bisher viele Anwender davon ab, Linux für ihre Anwendungen einzusetzen.

Steve Mills, General Manager IBM Software Solutions, ist sich sicher, daß solche Probleme mit dieser Ankündigung vorbei sind: "Es gibt mehr als 10 Millionen Anwender, die Linux-Software einsetzen. Viele unserer Kunden fragen uns ebenfalls nach Linux-Lösungen. Wir wollen unseren Geschäftspartnern das beruhigende Gefühl geben - wenn sie Linux einsetzen wollen, dann ist IBM da, um sie zu unterstützen, wie wir es auch für andere Plattformen tun."

  • IBM wird Linux auf allen wesentlichen Plattformen unterstützen. Anwender erhalten diesen Support über ihre bestehenden IBM-Service-Kontakte ("single point of contact").
  • Der IBM-Support wird im 2. Quartal in den USA und weltweit noch in diesem Jahr verfügbar sein.
  • IBM kooperiert mit den Linux-Distributoren Caldera Systems, Pacific Hightech, Red Hat Software und SuSE Holding AG in den Bereichen Marketing, Training, Support und Entwicklung.
  • Noch im Laufe dieses Jahres sollen Schlüsselprodukte des IBM WebSphere Application Servers den Linux-Anwendern zur Verfügung stehen. Dazu gehören zwei Application Server und ein Performance Pack, die es Linux-Anwendern erlauben, Web-Anwendungen einzusetzen, die von Web-Publishing bis zu transaktionsorientierten Java-Anwendungen reichen.
  • Der erste kommerziell verfügbare Java-basierende Emulator für Linux - IBM Host On-Demand - ist ab sofort verfügbar. Damit kann auf Host-Anwendungen von einem Browser aus zugegriffen werden.
  • Die Beta-Testphase von IBM-On-Demand-Server für Linux wird im zweiten Quartal 1999 beginnen. Die Software erlaubt das Management von Web-Anwendungen: sicher, zentral und über die gesamte IT-Infrastruktur eines Unternehmens hinweg.
  • Um die umfassende Linux-Orientierung komplett zu machen, arbeitet IBM gemeinsam mit Linux-Entwicklern daran, das Betriebssytem auf bestimmte Modelle der Rechnerfamilie RS/6000 (PowerPC) zu portieren.


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