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Jedem Schüler sein Laptop

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"Ein Laptop in jedem Schulranzen" - diese Vision wird für Schülerinnen und Schüler des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums (ESG) in Gütersloh Wirklichkeit. In einem bundesweit einzigartigen Projekt, das in Partnerschaft mit der Bertelsmann Stiftung und Toshiba durchgeführt wird, sind zunächst knapp 60 Schülerinnen und Schüler in zwei 7. Klassen mit einem tragbaren Computer ausgestattet worden. In den kommenden vier Jahren sollen insgesamt 240 Schülerinnen und Schüler einen Laptop erhalten, um in der Schule und zu Hause multimedial lernen zu können.

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Zur Realisierung dieses ehrgeizigen Projektes wurde ein Finanzierungsmodell entwickelt, das die Bausteine Sponsoring, gemeinnützige Zuwendungen und Elternbeteiligung miteinander verknüpft: Toshiba subventioniert den Kaufpreis, die Bertelsmann Stiftung finanziert die erforderliche Infrastruktur und Microsoft stellt einen Teil der Software zu besonders günstigen Bedingungen zur Verfügung. Allerdings müssen die Eltern über einen Zeitraum von vier Jahren eine monatliche Rate von 65 Mark zahlen, in der auch die Kosten für Software und Versicherung enthalten sind. Anschließend geht das Laptop in ihren Besitz über. Für Familien, die nicht über die notwendigen finanziellen Mittel verfügen, wurde ein Solidarfonds eingerichtet.

Die Software zur Grundausstattung der Laptops, die im Unterricht mehrerer Fächer eingesetzt werden sollen, umfaßt Textverarbeitung, Datenbank, Tabellenkalkulation, englische und französische Lernsoftware sowie ein umfangreiches Lexikon. Die pädagogischen Konzepte für die Laptop-Klassen wollen ESG und Bertelsmann Stiftung gemeinsam entwickeln, erproben und auf Lerneffekte überprüfen. "Unser Ziel ist es," so Schulleiter Dr. Ulrich Engelen, "durch die Verfügbarkeit der tragbaren Computer in der Schule und zu Hause den Umgang mit Multimedia und Telekommunikation alltäglich zu machen und Medienbildung kontinuierlich zu vermitteln. Auch die Eltern werden an der didaktisch-methodischen Gestaltung mitwirken und jederzeit über den konkreten Projektverlauf unterrichtet." Bereits vor zweieinhalb Jahren hatte das Evangelisch Stiftische Gymnasium mit dem ersten elektronischen Klassenzimmer in einer deutschen Schule für bundesweite Aufmerksamkeit gesorgt. Ein Unterrichtsraum war mit 20 Multimedia-Arbeitsplätzen ausgestattet worden, die alle über einen Internet-Zugang verfügen.

Kommentar:
Schade, während sich an "normalen" Schulen die Schüler glücklich schätzen können, wenn man sich um die vereinzelten Multimedia-PC's mit Internetanschluß "schlagen" kann, Rühmen sich Unternehmen mit Projekten, die weit ab der Realität angesiedelt sind. Anstatt Schulen die Internetanbindung in adäquater Weise zu ermöglichen und sie z.B. ans DFN anzubinden, stattet man eine Handvoll Schüler mit "pompöser" Technik aus, die den wirklichen Bedarf weit überschreitet.



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