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AMD K6-III als harte Konkurrenz für Pentium III

/ Christian Klaß
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AMD(öffnet im neuen Fenster) stellt heute offiziell den neuen AMD-K6-III Prozessor vor und plaziert ihn stolz als Pentium III Killer. Der Nachfolger des beliebten AMD-K6-2 3DNow! wartet neben fast dreimal so vielen Transistoren vor allem mit einem optimierten Cache-Design auf: Der K6-III bietet einen 64KB großen 1st Level Cache sowie einen, mit einem 256KB großen 2nd Level Cache auf dem Chip, der im Gegensatz zum entsprechenden Cache des Pentium III nicht nur mit halber, sondern mit gleicher Taktrate wie der Prozessor selbst arbeitet. Dazu unterstützt AMD zustätzlich bis zu 2MB externen Level 3 Cache, den Hersteller auf dem Mainboard unterbringen können, um weitere Optimierungen der Systemleistung vorzunehmen. Ob das für den Normalbenutzer noch viel merkbare Geschwindigkeitssteigerungen mit sich bringt, muß sich aber noch zeigen.

Von AMD angeführte Vergleichstests mit WinBench und CPUMark32 zeigen, daß weder der K6-III/400 noch der K6-III/450 den direkten Vergleich mit Intels Pentium II, noch den Vergleich mit dem diese Woche auf den Markt kommenden Pentium III zu scheuen brauchen. Sowohl unter Windows 9x als auch unter Windows NT sollen sich K6-III und Pentium III ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, was in ersten Tests durch die US-Presse bestätigt wird. Selbst in Sachen Multimedia- Befehlserweiterungen muß sich AMD hinter Intels MMX-Nachfolger KNI (Katmai new instruction set) nicht verstecken, denn 3DNow! bietet in etwa gleiche Leistung und ist vor allem schon eine Prozessorgeneration früher eingeführt worden.

Die Verfügbarkeit schon optimierter Software ist dadurch wesentlich höher als bei Intels KNI, das den Kunden zudem wesentlich teurer kommt.

AMD zielt mit den neuen K6-III Prozessoren auf leistungshungrige Endverbraucher und den Markt für Komplettsysteme; zumindest Compaq hat AMD schon überzeugen können, Systeme mit dem K6-III zu fertigen, andere sollen laut AMD folgen. Ab 1000 Stück kostet der neue AMD-K6-III/400 284 US-Dollar, während die für März geplante Version AMD-K6-III/450 für 476 US-Dollar verfügbar sein sollte. Damit liegt der jetzt erhältliche K6-III/400 preislich um mehr als die Hälfte unter dem Preis eines ähnlich getakteten Pentium III Prozessors und das bei einer annähernd gleichhohen Leistung.

Kommentar:
Doch nur wenn AMD die Produktion in den Griff bekommt, wird Intel sich vor dem K6-III hüten müssen. Noch steht AMD auf wackligen Beinen, ein weiteres Straucheln, sei es durch Intels weiterhin harten Preiskampf oder durch Lieferschwierigkeiten wie beim K6-2, könnte AMD den Garaus machen. Übrig bliebe ein allein von Intel dominierter Markt, nicht gerade sehr spannend...


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