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PlayStation 2 - das Ende von N64 und Dreamcast?

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Laut dem US-Spielemagazin Next-Generation hat die Entwicklungsabteilung von Sony Computer Entertainment auf der IEEE International Solid-State Circuits Conference erste Details zum Nachfolger der weitverbreiteten PlayStation Spielekonsole bekanntgegeben, die wirklich beeindruckend klingen. Der Vortrag von Sony lief unter dem Titel "A Microprocessor with 128b CPU, 10 Floating-Point MACs, 4 Floating-Point Dividers, and MPEG2 Decoder", der schon ein paar Einblicke in die Hardwareausstattung gab. Im Vortrag wurde der Name PlayStation 2 zwar nicht offen erwähnt, doch jedem dürfte klar sein, wozu ein derartiger Chip eingesetzt werden wird. Sony dementierte demnach auch nicht, daß es sich um den Prozessorkern der PlayStation 2 handelt.

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Das auf dem Papier vorgestellte System bestand aus drei parallel arbeitenden Prozessoren, zum einen die 128-bittige, mit 250Mhz getaktete CPU mit Co-Prozessor und zwei "Floating-point Vector Units". Letztere sind zwar annähernd identisch im Aufbau, kümmern sich aber um komplett verschiedene Dinge. Während die eine sich um die Geometrieberechnungen für die 3D-Grafik kümmert, berechnet die andere komplexe physische Aufgaben, die anfallen, wenn es um die realitätsnahe Simulation von 3D-Welten geht.

Beide Aufgaben erfordern einen hohen Grad an Fließkommaleistung, die herkömmliche Prozessoren im Bereich von PCs und Konsolen noch nicht besitzen. Das von Sony vorgestellte System soll insgesamt 5 Milliarden Fließkommaoperationen pro Sekunde durchführen können. Zusammen mit der Rechenleistung der CPU (365 Dhrystones) soll das System erstaunliches in Sachen Geometrieberechnung vollbringen. Wenn alle Prozessoren gleichzeitig berechnen, soll das System sage und schreibe 55 Mill. Dreiecke/Sekunde ohne Effekte berechnen können. Mit Lichteffekten sind es 34 Millionen und mit Licht- und Nebeleffekten 30 Millionen Dreiecke/Sekunde. Erstaunlicherweise sind es immer noch 13 Millionen Dreiecke/Sekunde, wenn Bezierkurven zu Licht- und Nebeleffekten hinzukommen, die runde Objekte und somit organischer wirkende 3D-Welten ermöglichen. Die noch nicht erhältliche Voodoo3 Hardware für den PC schafft hier "gerade einmal" 8 Millionen Dreiecke/Sekunde und das ohne Bezier-Support in Hardware. Ganz zu schweigen von den bisherigen Konsolen...

Bevor man jetzt jedoch einen Abgesang selbst auf neue Konsolen wie Segas Dreamcast singt, muß Sony erst beweisen, daß die Zahlen in der Realität auch sichtbar werden, gerade was 3D-Grafik angeht. Noch ist nämlich über die verwendete 3D-Grafikhardware und ihre Leistung nichts bekannt, die Prozessorleistung sollte jedoch ausreichen, um der Grafikhardware ordentlich Dampf zu machen, hoffentlich weiß diese sie auch auszunutzen. Interessant ist, daß Sony Texturkompression unterstützt, was für hoch detaillierte 3D-Szenen ein Muß ist, was viele PC-Grafikchiphersteller noch nicht begriffen zu haben scheinen. Auch die MPEG2 Leistung scheint recht ordentlich zu sein und sollte selbst für hochauflösende Videos als Texturen reichen.

Kommentar:
Das Wann und Wie ist zwar noch unbekannt, aber mit diesen voraussichtlichen Leistungsdaten dürfte Sony Computer Entertainment einen Hit in den Labors zusammenzubrauen. Ob es die von Sony beschworene Entertainmentkonsole der Zukunft wird, muß sich zwar noch zeigen, das Warten wird sich aber auf jeden Fall lohnen. Vielleicht liegt die PlayStation 2 ja Weihnachten '99 schon unter dem Gabentisch der amerikanischen Kundschaft?

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