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Preview: "Requiem" - himmlische 3D-Action

Artikel veröffentlicht am , cg

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3DO/Cyclone Studios arbeiten derzeit hart an der Vollendung ihres 3D -First-Person-Shooters Requiem: Avenging Angel und wir konnten schon einmal ein Blick darauf werfen. Publisher Ubi Soft verspricht im Pressetext zu Requiem ja einen biblischen Spielspaß und der Ego-Shooter machte in der Tat schon einen außerordentlich guten Eindruck. Die uns vorliegende Alpha-Version war natürlich noch von Fehlern geplagt. Und trotz der häufigen Abstürze zwang uns das Spiel immer wieder zu seinem Neustart. Denn Requiem beinhaltet nicht nur reichlich deftige Action, sondern auch eine spannende Geschichte.

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Es herrscht zum zweiten Mal Krieg im Himmel, denn einige Engel haben sich wieder einmal gegen den himmlischen Vater gewandt. Als der Engel Malachi ist man dazu auserkoren, der Terrorherrschaft der abtrünnigen Lilith und ihren dämonischen Anhängern ein Ende zu bereiten. Mit Gottes Hilfe und ausgestattet mit engelhaften Superkräften sowie handfesten Feuerwaffen haben wir uns schon einmal durch die 60 Episoden schlagen. Gestartet wird in der Unterwelt. Von hieraus findet unser göttlicher Held seinen Weg durch ein Portal an die Oberwelt unserer Erde der Zukunft. Dort muß er erleben, daß eine Art Bürgerkrieg herrscht und Rebellen einen reichlich aussichtslosen Kampf gegen eine extrem militante Organisation kämpfen. Natürlich schließt sich der Racheengel den Guten an, um im Laufe des Spiel alle Geheimnisse aufzudecken und einige irdische Leben zu retten. Zahlreiche Orte müssen mehrfach aufgesucht oder durchquert werden und so wandelt man auch zwischen den Welten hin und her. Vorgerenderte Videos sowie Echtzeit-Sequenzen aus der Engine zeigen die wichtigsten Ereignisse der Handlung. Besonders gut gefallen haben uns aber die interaktiven Passagen, in denen Malachi mit vermeintlich harmlosen Bewohnern Smalltalk macht, um nebenbei nützliche Tips zu erhalten.


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Eines der wichtigsten Dinge in einem Ego-Shooter sind die Waffen, vor allem wenn es darum geht, im Mehrspieler-Modus gegen menschliche Kontrahenten zu bestehen. Alles in allem stehen einem 7 Feuerwaffen zur Verfügung: Handgun (Pistole), Combat Shotgun (Schrotflinte), Grenade Launcher (Granatwerfer), Missile Launcher (Raketenwerfer), Sniper Gun (Präzisionsgewehr) und Rail Gun. Die Rail Gun ist hat außer dem Namen und der Durchschlagskraft, keine weiteren Ähnlichkeiten zur gleichnamigen Waffe aus id Softwares Q2. Der Einsatz aller Waffen, bis auf den der Pistole, macht bereits sehr viel Spaß und ist nebenbei auch etwas für das Auge. Desweiteren ist man in der Lage, bis zu 21 engelmäßige Zauber wirken zu lassen. 8 offensive Engelskräfte sind zum Angriff erhältlich, darunter Lichtblitze, Apokalypse oder das Blutkochen. 5 Defensive Kräfte mit denen der Engel u.a. sich heilen und Schockwellen auslösen kann, sowie ihm die Möglichkeit geben, Abwehrzauber und Verbannungen zu sprechen.

4 Bewegungszauber lassen Malichi schneller rennen, höher Springen, die Zeit verlangsamen und übers Wasser laufen. 4 interaktive Engelsmächte verleihen dem Engel die Fähigkeit, Personen zu heilen und wieder auferstehen zu lassen. Mit einer Art bösen Blick kann man Feinde ruhig stellen und mit Possess (=Besitzen) seinen fleischlichen Körper verlassen und wahrscheinlich in einen Gegner schlüpfen oder Ähnliches. Leider war hier ein Punkt, wo es zu regelmäßigen Abstürzen kam oder der Zauber wollte einfach nicht funktionieren. Insofern sind Angaben darüber sehr wage. Der Einsatz von Magie oder einer Waffe erzeugt verschieden Licht, -Explosions, -Feuer, -und Raucheffekte, die optisch schon echt etwas her machen. Grafisch hält die neu entwickelte Engine locker mit allem mit, was derzeit am Markt ist. Die weichen Schatten der Charaktere sind schon sehr gelungen und einige bewegen ihre Münder beim reden und blinzeln sogar mit den Augen. Das Leveldesign und die detaillreichen Texturen vermitteln schon gute, apokalyptische Stimmung. Einschußlöcher in den Wänden haben wir noch vermißt. Requiem wird 3Dfx, D3D und Software unterstützen.

Der Waffensound klingt bereits satt und so machen auf Metall treffende Kugeln dementsprechende Geräusche. Die Sprachausgabe ist verständlich und passende Kommentare von Malichi zwischendurch erhöhen nochmals die Atmosphäre. Ein Soundtrack war noch nicht integriert.


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Einen kleinen Blick in den Mehrspielermodus ließ uns diese Version auch schon vornehmen. Dieser befand sich allerdings noch sehr im Rohbau. Es fehlten z.B. noch einige Bewegungs-Animationen und einige Zauber wollten nicht funktionieren. Zugänglich war uns auch nur ein normales Deathmatch, daß aber viel Spaß verspricht, wenn alle Funktionen erst einmal aktiv und weitere Fehler beseitigt sind. In der finalen Fassung von Requiem werden bis zu 8 Spieler gleichzeitig übers Internet, im LAN, via Modem oder serieller Direktverbindung den ewigen Krieg zwischen Gut und Böse weiter ausfechten. Geplant sind Mods genannt Arena, Artefakt, Deathmatch und Teamplay. Desweiteren war Arena 1 und Arena-Teamplay anwählbar, wenn auch nicht spielbar. Was davon seinen Weg in die Endversion findet und was es damit aufsich hat, wird sich dann zeigen.

Unser Urteil:
Es sieht so aus, als würde Requiem: Avenging Angel nach Half Life von Valve/Sierra, das nächste Highlight am FPS-Himmel zu werden. Nicht nur gute Grafik, sondern auch eine ausgeklügelte Story mit einem Gameplay, das mehr als nur das Passieren von Leveln und stumpfe Abknallen von Monstern bietet, bringen heutzutage einen Ego-Shooter an die Spitze. Bei Requiem scheinen diese Ziele fast erreicht. Hoffentlich wird die bislang ausgezeichnete Arbeit weiter so fortgeführt.



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