Abo
  • Services:

Preview: Savage4 Grafikchip von S3

Artikel veröffentlicht am ,

S3's Comeback
S3's Comeback
Mit dem Savage3D Grafikchip hat S3 im letzten Jahr seine Rückkehr angekündigt, mit dem Nachfolger will sich der ehemalige Riese nun wieder seinen Platz im Olymp der Grafikkartenhersteller sichern. Am Freitag hatten wir die Möglichkeit, uns den Savage4 genannten Chip etwas näher in Augenschein zu nehmen.

Stellenmarkt
  1. Habermaass GmbH, Bad Rodach bei Coburg
  2. Hannover Rück SE, Hannover

Nachdem der Savage3D seinen Markteinstieg etwas zu spät begonnen hat und trotz der wirklich guten Texturkompression der Konkurrenz aus Banshee und Riva TNT nicht wirklich das Wasser reichen konnte, will S3 nun alles richtig machen. Nach Gesprächen mit OEM-Partnern und Spieleentwicklern hat man den Savage-Kern aufpoliert und mit neuen Features und wesentlich mehr Leistung versehen. Hier eine gekürzte Liste der wichtigsten Features:

  • Bis zu 32 MB Speicher.
  • Unterstützung für AGP 4X.
  • Single-Pass Multi-Texturing, kombinierbar mit Single-Pass Trilinear Filtering (Laut S3 ca. 20-30% Leistungseinbuße)
  • Rendering in 32-Bit Farbtiefe.
  • Stencil Buffer für Echtzeit-Schatten.
  • S3TC/DirectX6 Texturkompression, Texturgrößen bis 2000 x 2000 Punkten.
  • Unterstützung für LCD-Displays (max. 1280 x 1024), On-Chip Scaling.
  • Hardwareunterstützte DVD-Wiedergabe mit Motion Compensation und Sub-Pixel Alpha-Blending.
  • TV-Out
  • Direct3D 6.0 Features werden komplett unterstützt, stabile OpenGL Treiber sollen ebenfalls bei Markteinführung fertig sein.
  • Optimiert für Katmai KNI und AMD 3DNow! Befehlserweiterungen.

Der Savage4 wird dabei in zwei verschiedenen Versionen auf den Markt kommen, zum einen den auf 125 MHz getakteten "Einsteiger-Chip" Savage4 GT mit 16 MB RAM und herkömmlicher AGP 2X Unterstützung. Und zum anderen den auf 143 MHz getakteten Savage4 Pro, der 32 MB RAM verwaltet und das bald von Intel eingeführte AGP 4X unterstützt.

Die Features des Savage4 sprechen für sich, doch viel wichtiger ist, ob der neue Chip es auch mit der Konkurrenz aus Riva TNT2 und Voodoo3 (siehe Special) aufnehmen kann. Nachdem uns S3 eine mit 100 MHz getaktete Vorabversion des Savage4 am Freitag vorgeführt hat, können wir mit Fug und Recht behaupten, daß S3 seine Hausaufgaben gemacht hat. Die Geschwindigkeit der 3D-Grafik war ordentlich und die Bildqualität lag, dank 32-Bit Rendering, weit über der des Voodoo3 Chips. Unreal lief trotz der noch nicht endgültigen Taktfrequenz selbst bei 1024 x 786 noch recht flüssig. Nur bei 1280 x 1024 Punkten (32-Bit) wurde das Bild dann ruckelig, doch das sollte mit 125 oder 143 MHz Geschichte sein.


Texturkompression

Besonders interessant waren jedoch die Technologie-Demos, die mit der Unreal-Engine demonstriert wurden. Hier zeigte sich auf eindrucksvolle Weise, was mit 2000 x 2000 Pixeln großen Texturen (im Vergleich: 256x256 Pixel bei Voodoo2 und 3) und der S3TC Texturkompression so alles machbar ist (siehe Screenshot ). Hier kann die Konkurrenz derzeit nicht mithalten.

Von der 3D-Leistung her dürfte Savage4 GT auf jeden Fall etwas über TNT und auch Voodoo2 liegen. Der Savage4 Pro rückt hingegen eher den ebenfalls bald erscheinenden TNT2 und Voodoo3 Chips auf den Pelz. Auch in Sachen DVD-Video setzt sich S3 mit an die Spitze, das System dürfte dank hardwaregestützter Motion-Compensation wesentlich weniger das System belasten als z.B. Voodoo3. S3 plaziert den Savage4 jedoch absichtlich nicht als Voodoo3- oder TNT2-Killer, vielmehr will man ATI den OEM- und Retail-Markt abgraben. In 3Dfx sieht S3 keine große Konkurrenz, denn im OEM-Bereich ist man wesentlich bekannter, nicht zuletzt wegen der immer noch verbreiteten S3 Trio/Virge Karten.
Erste Savage4 Karten sollen im zweiten Quartal '99 erscheinen und dürften weit unter 200 DM (Savage4 GT) bzw. 280 DM kosten. Bei den Chip-Preisen liegt S3 übrigens weit unter denen von NVIDIA (TNT) und 3Dfx (Voodoo3), ein Argument, das vor allem Systemhersteller überzeugen dürfte.

Vielversprechend: Savage4
Vielversprechend: Savage4
In Sachen S3TC Texturkompression hat S3 sich mittlerweile die Unterstützung einiger namhafter Software- und Spielehersteller sichern können, hier eine kleine Liste: Epic (Unreal / Unreal Tournament Edition), id-Software (Quake3 Arena), Sierra (Half-Life), Caligari (True Space) und so weiter.

Mit dem Savage4 wird aus S3 also endlich wieder ein ernstzunehmender Konkurrent mit einem vielversprechenden Produkt.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

Folgen Sie uns
       


ZTE Axon 9 Pro - Hands on (Ifa 2018)

Das Axon 9 Pro ist ZTEs erstes Smartphone nach der Beinahe-Pleite. In einem ersten Hands on hat uns das Gerät gut gefallen - besonders bei dem Preis von 650 Euro.

ZTE Axon 9 Pro - Hands on (Ifa 2018) Video aufrufen
iOS 12 im Test: Auch Apple will es Nutzern leichter machen
iOS 12 im Test
Auch Apple will es Nutzern leichter machen

Apple setzt mit iOS 12 weniger auf aufsehenerregende Funktionen als auf viele kleine Verbesserungen für den Alltag. Das erinnert an Google und Android 9, was nicht zwingend schlecht ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple iOS 12.1 verrät neues iPad Pro
  2. Apple Siri-Kurzbefehle-App für iOS 12 verfügbar

SpaceX: Milliardär will Künstler mit zum Mond nehmen
SpaceX
Milliardär will Künstler mit zum Mond nehmen

Ein japanischer Milliardär ist der mysteriöse erste Kunde von SpaceX, der um den Mond fliegen will. Er will eine Gruppe von Künstlern zu dem Flug einladen. Die Pläne für das Raumschiff stehen kurz vor der Fertigstellung.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Mondwettbewerb Niemand gewinnt den Google Lunar X-Prize

Grafikkarten: Das kann Nvidias Turing-Architektur
Grafikkarten
Das kann Nvidias Turing-Architektur

Zwei Jahre nach Pascal folgt Turing: Die GPU-Architektur führt Tensor-Cores und RT-Kerne für Spieler ein. Die Geforce RTX haben mächtige Shader-Einheiten, große Caches sowie GDDR6-Videospeicher für Raytracing, für Deep-Learning-Kantenglättung und für mehr Leistung.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Tesla T4 Nvidia bringt Googles Cloud auf Turing
  2. Battlefield 5 mit Raytracing Wenn sich der Gegner in unserem Rücken spiegelt
  3. Nvidia Turing Geforce RTX 2080 rechnet 50 Prozent schneller

    •  /