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Neue Intel-Prozessoren: Privatsphäre in Gefahr?

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Intel: Big Brother?
Intel: Big Brother?
Intel schafft es regelmäßig, kurz nach der Präsentation eines neuen Pentium-Prozessors schlechte Presse zu bekommen. Und das nicht etwa, weil die Prozessoren zu langsam oder zu teuer sind, sondern weil sie entweder marginale Fehler enthalten, wie beim Pentium I, oder wie im jüngsten Fall Big-Brother Phantasien erblühen lassen. Neue Intel-Prozessoren enthalten eine Funktion, mit der sie ihre Seriennummer per Software abrufbar machen. Damit wollte Intel ein Feature anbieten, mit dem man beispielsweise gestohlene Rechner leicht identifizieren kann - wohlmöglich sogar über das Internet - und mit einer Zusatzfunktion beim elektronischen Handel der Gegenüber identifizierbar ist. Doch schnell gerieten amerikanische Aktivisten, die um die Privatsphäre der Anwender besorgt sind, auf den Plan und organisierten unter der Federführung der Bürgerrechtsvereinigung EPIC (Electronic Privacy Information Center) einen Boykottaufruf gegen Intel. In Anlehnung an den Slogan Intel inside wurde die Kampagne Bigbrother Inside gestartet, die sogar schon zur Anfrage nach der Rechtmäßigkeit des Prozessorfeatures im US-Senat geführt haben soll. Panisch reagierte die Intel-Führung mit einem PR-Kurswechsel: Die Identitäts-Funktion würde nun standardmäßig deaktiviert und kann vom Anwender im Bedarfsfall über das Bios aktiviert werden. Allerdings hänge es letztlich von den Biosherstellern ab, diese Funktion zu implementieren.

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Kommentar:
Sarkasten interpretieren Intels Seriennummern-Debakel als geschickten PR-Gag, mit dem der Chip-Gigant es erfolgreich geschafft hat, die Aufmerksamkeit auf seine neue Prozessorgeneration zu lenken um mit dem angeblich schnellen Richtungswechel auf die Wünsche der Kunden einzugehen.

Ob das Motto der Intel PR-Abteilung nun "This feature is not a bug but a story" hieß oder nicht - zumindest macht die schnelle Kehrtwende die ID-Funktion nutzlos - welcher Dieb deaktiviert sie im Bios und welcher auch nur leicht paranoid veranlagte Privatanwender traut sich nach diversen angsteinflößenden Medienberichten, sie einzuschalten?

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