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Altavista wird selbständig

/ Andreas Donath
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Die Suchmaschine Altavista wurde ursprünglich zur Demonstration der Leistungsfähigkeit von Servern der Firma Digital entwickelt. Nach der Übernahme von Digital ist der Computerhersteller Compaq auch Eigentümer von Altavista.

Offenbar malt sich Compaq große Chancen für einen vielversprechenden Börsengang von Altavista aus – nur so kann man erklären, daß die Suchmaschine in eine selbständige Firma überführt werden soll.

Neben der Suchfunktion hat Altavista mittlerweile mit Web-Email, diversen Spezialinformations-Diensten und strategischen Partnerschaften zu Contentprovidern das Potential, eine Portalseite zu werden.

Es wäre allerdings tragisch, wenn bis dahin die Börseneuphorie für derartige Webservices platzt.

Taktisch geschickt plaziert ist gestern veröffentliche Meldung, Microsoft verwende die Altavista Technologie jetzt exklusiv im Onlinedienst MSN. Im Gegenzug wird Altavista Hotmail – das Web-Email-Frontend von Microsoft – lizensieren.

Kommentar:
Natürlich wird man die Analysten überzeugen müssen, daß mit einer Suchmaschine bzw. einem Portal auch Geld zu verdienen ist – die im Grunde genommen mäßigen Werbeeinnahmen allein reichen dazu nicht aus. Bislang fehlen Altavista E-Commerce-Allianzen.

Doch Compaq hat mit dem ebenfalls von Digital geerbten Micro-Payment System Millicent(öffnet im neuen Fenster) einen gewaltigen Trumpf in der Hand, der noch nicht gespielt wurde.

Die damit transferierbaren kleinen Geldbeträge könnten in Verbindung mit digitalisierbaren Gütern und Dienstleistungen dem E-Commerce kleinerer und mittlerer Unternehmen weltweit Aufschwung verleihen. Für die kundenvermittelnde Funktion ist eine Suchmaschine natürlich prädestiniert.


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