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Spieletest: "Gangsters" - auf Al Capones Spuren

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Fast jeder Filmstoff wurde bis jetzt mehr oder minder erfolgreich versoftet und als PC-Game auf den Markt geworfen. Filme wie "Der Pate" und "Es war ein mal in Amerika" , die zu den erfolgreichsten Filmen überhaupt gehören, sind bis jetzt, zum Leitwesen aller Möchtegernmafiosi unter uns, davon ausgespart geblieben. Hothouse Creations hat dem nun abgeholfen und bringt über Eidos das Spiel "Gangsters" auf dem Markt. Aufgabe des Spielers darin ist es, eine von max. 4 Verbrecherorganisationen in einer Stadt zur einzig vorherrschenden zu machen.


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Bevor der Spielspaß beginnen kann, mußte erstmal die Hürde der Installation genommen werden. Diese war leicht zu nehmen, wenn es auch stutzig stimmte, daß es einen Auswahlbildschirm für Komponenten gibt, jedoch nichts zum Auswählen existierte. Aber der eigentlich Ärger begann erst nach der Installation! Jeder Startversuch des Spieles endete mit einer lapidaren Fehlermeldung, daß das CD-ROM-Laufwerk nicht bereit sei. Als Tip gab die Messagebox an, man möge doch vor dem Start ja kein anderes Icon auf dem Screen markieren! Selbst der Einsatz eines anderem CD-ROM-Laufwerks brachte keine Verbesserung. Ursache dürfte wohl ein nicht ganz astreiner Kopierschutz sein. Das man seine Software schützen will ist ja auch verständlich, aber wird dann auch noch der ehrlicher Käufer dadurch vom Spielgenuß abgehalten, ist dies doch zu viel.

"Gangsters" wird in zwei Phasen gespielt. In der ersten, der Planungsphase, werden den einzelnen Untergebenen Befehle gegeben, werden die vorhandenen Ressourcen (u.a. die Waffen) verteilt, wird gefeuert oder befördert, die Finanzen gescheckt und so weiter. Die Liste der Befehle ist recht lang. Sie reicht vom Rekrutieren neuer Leute, über Schutzgeld eintreiben, erpressen, auskuntschaften bis zu den Gewaltverbrechen, z.B. Entführung und Mord. Die Befehle können einzelnen Leuten zugewiesen werden oder einer ganzen Gruppe.


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Nach der Planungsphase folgt die Ausführungsphase. Hier wechselt das Programm in eine isometrische Perspektive und man kann seinen Ganoven bei der Arbeit zu schauen. In dieser Ausführungsphase, die eine Spielwoche dauert, kann nur mit 4 Befehlen Einfluß auf die eigenen Leute genommen werden. Ist die Woche um, beginnt ein neuer Planungsabschnitt, in dem nun auch umfangreiche Berichte zum Erfolg der eigenen Leute ab zu rufen sind. Wem das Spiel gegen den Computer zu langweilig wird, der kann sich auch mit bis zu 3 weiteren Leuten im Netz messen.

Der Eindruck, den "Gangsters" hinterließ, war sehr zwiespältig. Einerseits ist es ein recht komplexes Strategiespiel (Eidos bezeichnet es gar als Simulator), zum anderen krankt es aber an vielen kleinen Dingen. So ist der Planungsteil stellenweise sehr unübersichtlich. Man braucht recht lange um sich in sämtliche Menüs und Untermenüs einzuarbeiten.


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Die Grafik ist hübsch und recht stimmungsvoll, aber nicht mehr so ganz auf den neuesten Stand der Technik. Die Stadt selber wirkt recht lebendig. Viele Passanten wuseln durch die Gegend, Autos fahren und Straßenbahnen sind unterwegs. Schade nur, daß die Stadt vom Grundriß so eintönig gleichmäßig ist. Verwunderlich auch, daß man, obwohl Schwerstkrimineller nicht einfach so Passanten erschießen kann.

Und obwohl der Grundriß der Stadt selber eher schlicht ist, haben vor allem die eigenen Figuren doch ihre Schwierigkeiten ungehindert durch die Straßen zu kommen. So konnte immer wieder beobachtet werden, daß ein Gangster nicht über ein Brücke kam, weil ihn irgendwas unsichtbares im Wege stand. Wenn diese Figur aber jemanden verfolgen sollte, die ungehindert diese Brücke passiert, ist dies sehr ärgerlich.

Fazit:
In "Gangsters" steckt eine sehr interessante Spielidee und es ist auch im ganzen Spiel zu merken, daß Hothouse sich alle Mühe gab, es sehr detailreich zu gestalten. Leider geht durch diese Detailversessenheit ein wenig der Spielfluß verloren, der durch kleine Fehler, wie das oben beschriebene Brückenproblem stellenweise noch mehr ins Stocken gerät. Deswegen und wegen der nicht mehr so ganz zeitgemäßen Grafik rutscht das Game leider ins Mittelmaß ab. Ganz schlecht ist es aber sicher nicht und Fans des Genres sollten ruhig mal probespielen. Eine Demoversion bietet Eidos übrigens zum Download an.


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