Pentium-III mit elektronischen ID-Nummern
Alle Katmai-Prozessoren (alias Pentium-III) werden mit einer elektronischen ID-Nummer versehen sein, das gab Patrick Gelsinger, Intels Vice President und General Manager, in einer Keynote anläßlich der RSA Data Security Konferenz bekannt.
Wie Heise.de(öffnet im neuen Fenster) berichtet sollen Applikationen damit in Zukunft den Prozessor eindeutig identifizieren. Findigen Programmieren sollte es allerdings ein leichtes sein, die ID-Nummer über ein Datenbank mit Userdaten zu verknüpfen. Damit sollte es möglich sein, jeden am Internet hängenden Rechner und damit den User zu überprüfen. Zwar soll sich die Ausgabe der Seriennummer auch unterdrücken lassen, um die Privatsphäre zu wahren. Fragt sich nur, wer in den Genuß dieses Features kommt. Intels eigentliches Ziel dieser Maßnahme ist es, gefälschten Chips auf die Spur kommen, jedoch sollte dies nicht auf dem Rücken der Privatsphäre unbedarfter User ausgetragen werden...
Allerdings erlaubt es diese Methode weiterhin, die Chips zu übertakten, es soll dem User lediglich möglich sein, anhand der ID-Nummer herauszufinden, für welche Taktraten Intel den Prozessor vorgesehen hat. Wer seinem Rechner durch ein paar MHz mehr zu "Leistungssprüngen" verhelfen will, sollte dies dennoch tun können.
Ganz nebenbei soll die Identifikation des Users über den Prozessor dem eCommerce auf die Sprünge helfen, da Händler es im Internet nicht mehr mit gänzlich anonymen Kunden zu tun hätten, vorausgesetzt die ID-Nummernidentifikation ist freigeschaltet. Aber hier liegt ein Problem, sollte sich das System etablieren, wird man wohl ohne ID-Nummer auf das Einkaufen im Internet verzichten.



