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Elektroschrott-Entsorgung: PCs bald 15 % teurer?

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Ein Richtlinie-Entwurf der Europäische Kommission für eine Umlage der Entsorgungskosten elektronischer Altgeräte zu Lasten des sogenannten "Erstinverkehrsbringers" sorgt im Moment für Aufregung in der PC-Branche.

In einem Interview mit der Fachzeitschrift ComputerPartner vertritt Dr. Bernhard Rohleder, Geschäftsführers des Fachverbandes Informationstechnik (VDMA) und des Zentralverbandes Elektrotechnik (ZVEI) die Meinung, daß es dadurch zu einer Verteuerung von PCs, Druckern und Zubehör um bis zu 15 Prozent kommt. Die Richtlinie soll aber nicht nur die Entsorgung neuer Geräte, sondern auch alter Machinen finanzieren. "Wer zukünftig einen PC kauft, zahlt auch die Entsorgung von Geräten, die in deutschen Kellern zwischenlagern oder deren Hersteller längst aus dem Markt verschwunden sind", so Rohleder.

Mit der neuen Richtlinie der Europäischen Kommission soll die umweltgerechte Entsorgung von Elektroschrott - von der Tiefkühltruhe bis zum Game Boy - europaweit einheitlich garantiert werden. Für die Verwertung sollen in jedem Staat entsprechende Systeme eingeführt werden. Neben dem zu erwartenden Preisaufschlag auf die Geräte sollen die Hersteller bis 2004 auf umweltschädliche Stoffe größtenteils verzichten. Dem Kunden ist beim Kauf eines PCs die kostenlose Rücknahme eines Altgerätes anzubieten. Doch private Initiativen gibt es auch: Deutsche IT-Anbieter haben bereits vor drei Jahren im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft "CYCLE" Lösungsvorschläge erarbeitet und warten seitdem ergebnislos auf grünes Licht für die Umsetzung.

Kommentar:
Die Lobbyistenverbände befürchten ein Händlersterben, wenn die noch im Entwurfsstatium stehende Richtlinie umgesetzt wird. Kleine Händler müßten die Kosten voll auf ihre Verkaufspreise aufschlagen während große Anbieter einen Teil der Kosten durch Margenverknappung bewältigen könnten. Diese Form künstlicher "Marktbereinigung" wäre mit Sicherheit nicht wünschenswert. Auf der anderen Seite: der Schutz unserer Umwelt kann nicht durch das Todschlagsargument, daß dadurch alles teurer würde,links liegen gelassen werden. Schließlich sinken die PC-Komponentenpreise ständig - und niemand schreit auf, wenn PC Händler in Konkurs gehen, weil ihre Bestände entwertet werden.

Vielleicht wäre es sinnvoll, die Abgabe bei Vermeidung extrem umweltschädlicher Komponenten zu verringern - das Problem der Altgeräte ist dadurch aber nicht gelöst. Und jeden Altgeräte-Besitzer für die Entsorgungskosten aufkommen zu lassen verursacht einen riesigen Verwaltungsapperat - nicht gerade im Sinne der Idee eines schlanken Staates...


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