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MobilCom Internet - immer noch massive Probleme

/ Andreas Donath
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Das 77-DM-Internet-Pauschalangebot von MobilCom sorgt weiterhin für Aufregung. In der letzen Zeit gab es dauerbesetzte Einwählknoten, langsame Leitungen und Verbindungsabbrüche, die die Kunden nervten. MobilCom-Chef Schmid hatte wegen der Probleme auf Initiative von Bayern 3 Netradio(öffnet im neuen Fenster) bis zum 15. Januar auf die Erhebung von Gebühren verzichtet.

Golem hat sich am 15. die Situation angeschaut. Der 155-MBit-Backbone ist in Betrieb – wie versprochen. Soweit die guten Nachrichten. Doch die Netzstabilität ist nach Aussagen von vielen Lesern aus dem gesamten Bundesgebiet weiterhin mangelhaft. So funktionieren die Einwahlknoten Hamburg, München und gelegentlich Frankfurt nicht mehr. An manchen Standorten werden die Passworte der User als falsch abgewiesen.

Teilnehmer aus dem restlichen Bundesgebiet haben unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Dort, wo die Einwahl funktioniert, ist dies noch lange kein Garant für erträgliche Übertragungsgeschwindigkeiten.

Entnervte Abonnenten, die die kostenpflichtige Hotline erreichen wollen, werden mit Ausreden und dem Tip abgespeist, es doch am Montag wieder zu versuchen. Während der ebenfalls kostenpflichtigen (48 Pf./Min.) Wartezeit erklingt ironischerweise der Song "Probier's mal mit Gemütlichkeit"...

Ob angesichts der Probleme weiterhin keine Gebühren anfallen, wurde bislang leider nicht bekannt – angebracht wäre es. Wie uns von Datenschützern mitgeteilt wurde, ist die Datenpanne bei MobilCom doch gravierender, als von MobilCom selbst dargestellt. Zwar können "nur" die selbstgewählten Benutzernamen und die Telefonnummern der User mit einem einfachen Befehl abgerufen werden, doch auch dies verstößt eindeutig gegen das Bundesdatenschutzgesetz.

In der samstäglichen BR-Sendung Netradio(öffnet im neuen Fenster) soll es ab 21.00 zu den Vorgängen weitere Informationen geben.

Kommentar:
Bislang hat Freenet nichts gekostet – sich darüber zu beschweren, gliche dem Blick ins Maul eines geschenkten Pferdes – aber MobilCom sollte sich selbst fragen: Ist die Leistung, die man seit dem 15. bietet, die 77 DM wert?


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