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"Tommy rennt" - Hörfunk multimedial

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Unter dem Motto "Fritz" goes Future will der Jugendsender aus Berlin/Brandenburg auf der Oranienburger Strasse in Berlin-Mitte eine aufwendige Multimedia Show produzieren.

Rund um die Hackeschen Höfe wird der ORB in Zusammenarbeit mit europäischen Partnerfirmen am Freitag, den 15. Januar ab 22.00, mit Fritz Hörfunk-Neuland betreten. Ziel der aufwendigen EU-geförderten Pilotsendung im Rahmen des Projektes Mirage ist es, unter Einsatz digitaler Technik und einer neu entwickelten Redaktionsumgebung eine Sendung gleichzeitig On Air und Online zu produzieren und die Stärken von Radio und Internet zu verbinden. Die neue Schnittstelle zwischen Computernetz und klassischen Medien stellt dabei ein eigens entwickeltes System dar, das in weiteren Produktionen auch trimedial, also für synchrone Online-, Hörfunk- und Fernsehproduktion eingesetzt werden kann. Für die spätere Auswertung wird die gesamte Produktion in Babelsberg und am Ort des Geschehens für das Fernsehen aufgezeichnet.

Zur Story:
Tommy Wosch wird seit dem 4. Januar von einem bösartigen Anrufer erpresst. Der Unbekannte fordert das Aus für Tommy als "Symbol einer verderbten Unterhaltungsindustrie". Ultimatum: 15. Januar, 22.00. An besagtem Abend passiert Schlimmes: Die Partnerin von Fritz-Star und ORB-Abendjournal-Moderator Tommy Wosch, Konstantina Vassiliou-Enz wird entführt! Mit Hilfe der Hörer/User wird Wosch seine Partnerin wiederfinden und den hinterhältigen Erpresser/Entführer entlarven.

Der gebürtige Augsburger Tommy Wosch, in Berlin längst zum Kultmoderator avanciert, wird von den Hörern via Telefon und Internet beraten und zwischen Hackeschen Höfen und Oranienburger Straße an fantastische Orte in Berlin-Mitte dirigiert, z.B. in ein Raumschiff und ein Monsterkabinett. Parallel zum Radioprogramm, das natürlich auch als Internet-Livestream zu empfangen sein wird, ist die Show auch im Internet zu verfolgen, mit Bildern von den Orten des Geschehens, Audiomitschnitten und kurzen Updates zum gefährlichen und mysteriösen Stand der Dinge.

Hintergrund der außergewöhnlichen Show ist ein High-Tech-Projekt, das mit Geldern aus einem EU-Förderprogramm neue Sendeformen für interaktive Multimedia-Anwendungen entwickeln soll. Seit fast einem Jahr arbeitet ein halbes Dutzend europäischer Firmen an der Umsetzung multimedialer Ideen. In Potsdam und Berlin sind neben dem ORB, der bei "Fritz" bereits seit mehreren Jahren intensiv mit dem Internet arbeitet und experimentiert, die Computer-Entwickler von art+com beteiligt. Die britische Fernsehproduktionsfirma von Bob Geldorf, Planet 24, arbeitet nicht nur an einer Umsetzung für das Fernsehen, sondern wird die Radio-Internet-Show am 15. Januar auch mit mehreren Kameras begleiten. Die britische Vertretung der Firma Avid, die ebenfalls an dem Medienprojekt mitarbeitet, stellt digitale Fernseh- und Radioschnittplätze zur Verfügung. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk aus Irland, Radio Telefis Eireann, vervollständigt das Forschungsteam.


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