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Spieletest: Powerslide - POD-Clone von Ratbag

/ Claudius Grieger
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Schumi-Fans wird es freuen. Auch in der Zukunft werden noch Autorennen gefahren. Nur gibt es nach dem Verschwinden der Ozonschicht und den darauf folgenden Kriegen mit anschließendem nuklearem Niederschlag nicht mehr allzu viele Zuschauer. Und zu gewinnen gibt es anstatt horrender Geldpreise auch nur etwas zu essen. Düster sieht es also aus in Powerslide(öffnet im neuen Fenster) , dem Endzeit -Rennspiel von Ratbag und GT Interactive(öffnet im neuen Fenster) .

Leider ist die Story zum Spiel nur im Handbuch zu lesen und zugegeben, wer liest denn als erstes das Handbuch? Und so konkurriert man mit 32 verschiedenen mutanten -artigen Gestalten, von denen man selbst noch eine wählen muß, in beinharten Rennen. Auf 10 Rundkursen quer durch die Überreste, was einmal die Erde war. Jeder der Fahrer hat seine eigene Biographie.

Bis zu 11 Computergegner versuchen einem auf der Piste den Sieg streitig zu machen. Zunächst stehen einem nur 3 Strecken zur Verfügung, nach mehrmaligen bestehen einer Meisterschaft werden weitere Kurse freigeschaltet. Erfahrene Kurse können dann einzeln gespielt werden. Um eines der 7 Vehikel als erster vernünftig ins Ziel zu steuern, sollte man entweder einer dieser Wahnsinnigen Fahrer sein oder ein Racing Wheel besitzen. Die Steuerung reagiert sehr sensibel und es bedarf einiger Übung, um seine Kiste perfekt um eine Kurve rutschen zu lassen. Denn eins kennen diese Fahrzeuge trotz der breiten Reifen nicht: Bodenhaftung. Die Vehikel nehmen leider keinerlei Schaden bei Kollisionen.

Grafisch kann Powerslide mit Hilfe der "Difference-Engine" von Ratbag durchaus überzeugen, wie die Screenshots zeigen. In 1024x768 kann es richtig begeistern. Feinste Details sind in allen Texturen sehr gut zu erkennen. Auch die Lichteffekte, vor allem die der Wagen machen einen hervorragenden Eindruck. Leider ähneln sich viele Texturen häufig. Das schafft zwar zusammen mit der gesamten Architektur eine gute Endzeit -Atmosphäre, ist auf Dauer aber etwas eintönig. An weit offenen Arealen vermittelt das Spiel oft nicht das nötige Geschwindigkeitsgefühl. Dazu trägt auch die z.T. sehr spärliche Streckendekoration einen großen Teil bei.

Der Soundtrack ist gut gelungen und unterstützt das post -apokalyptische Ambiente ungemein. Einige der Musikstücke erinnern an dramatische musikalische Untermahlung in Film, meistens wird man aber von Techno -Klängen begleitet. Die Geräuschkulisse ist dagegen mager, um nicht zusagen totenstill. Ebenfalls dürftig ausgefallen sind die Motorengeräusche.

Fazit:
Für Fans von Pod und Mad Max ist Powerslide auf jedenfall einen Blick wert. Die gesamte Aufmachung von Powerslide kann ihre Anlehnung an Mad Max einfach nicht verleugnen, aber anders als im Film will nicht so recht Action und vor allem Geschwindigkeit aufkommen. Dennoch wird gutes Endzeit -Ambiente geschaffen. Die fehlende Neustart -Funktion für einen Kurs kann sich auf Dauer als Spaßkiller erweisen. Obwohl optisch sehr reizvoll, bleibt Powerslide ein zwiespältiges Erlebnis. Es ist eh generell unerläßlich geworden, vor dem Kauf einen Blick in die Demo(öffnet im neuen Fenster) (6 MB) zu werfen.


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