Intel beteiligt sich an S3
S3 und Intel haben ein 10-Jahres Abkommen zum Austausch von Patenten zur Entwicklung von Grafikchips abgeschlossen, das S3 neben einer Lizenz für derzeitige und zukünftige Prozessor-Bus-Systeme auch die Anerkennung als bevorzugten Partner für den Intel AGP4x Bus sichert. Ganz "nebenbei" hat Intel sich Optionen auf S3 Aktien gesichert, allerdings sind die Konditionen noch nicht bekannt.
"Durch dieses facettenreiche Abkommen mit Intel seiner 1999 Produkt Roadmap, beabsichtigt S3 seine Position als die Nummer eins unter den Lieferanten für umsatzstarke OEM's und Hersteller von Erweiterungskarten neu aufzubauen", so Ken Potashner, Präsident und CEO von S3. "Unser Abkommen mit Intel ist ein weiterer Meilenstein in S3's Langzeit-Strategie um die Marktführerschaft im Grafikbereich wiederzugewinnen und in andere, neue Märkte dank Integration vorzudringen."
S3 plant also vor allem durch höhere Integration, also durch das Erweitern der Funktionaliät der S3-Beschleunigerchips, sein Comeback zu sichern. S3 war lange Jahre durch fehlende Innovationen ins Hintertreffen gelangt und versucht das nun wieder wettzumachen. Der Savage3D 2D/3D Chip ist nur ein erster Schritt gewesen, mit der Ankündigung einer neuen Generation von Grafikchips, die ab Mitte '99 in 0,18 Mikron gefertigt werden soll, hat S3 schon letzte Woche wieder von sich reden gemacht.
Kommentar:
Der recht leistungsfähige Savage3D bietet als erster preiswerter Grafikchip eine vernünftige Texturkompression namens S3TC, die von der Konkurrenz oft zu Unrecht kritisiert und Abgewertet wird, wie wir in eigenen Tests feststellten. Microsoft hat zwar S3TC für Direct3D 6.0 lizensiert, doch noch gibt es so gut wie keinen Konkurrenten, der S3's Vorstoß unterstützt.
Hier müssen die anderen Hersteller noch umdenken, während in allen Grafik- und Videobereichen Kompression verwendet wird, weigern sich 3D-Grafikchiphersteller immer noch standhaft, diese in vernünftiger Form auch in ihre Produkte zu integrieren. Dabei wiegen die die Vorteile die Nachteile klar auf: Geringerer Speicherverbrauch, was höher auflösende Texturen und somit auch mehr Details ermöglicht. Evtl. auftretende Artefakte (Fehler durch verlustbehaftete Kompression) werden durch eine höhere Auflösung sowieso auf ein Minimum reduziert.
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