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Das letzte Gefecht? Musikindustrie gegen MP3

Artikel veröffentlicht am ,

Nachdem die RIAA , die Verbindung aus den derzeit fünf größten US-Musikkonzernen, erfolglos gegen die Markteinführung von Diamonds Rio-Player geklagt hatte und auch erfolglos versuchte, bekannte Musiker als ihre Propheten zu instrumentalisieren, versucht sie es nun erneut.

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Gemeinsam mit weiteren Musiklabels und einigen Experten für digitale Audiodistribution will die RIAA morgen laut dem US-Medienblatt Daily Variety eine Initiative für sicheres digitales Audio ins Leben rufen. Die Initiative, voraussichtlich Secure Digital Music Initiative (SDMI) genannt, soll ein weltweites Technologie-Forum zur Entwicklung einer neuen, sicheren Architektur und Spezifikationen für digitale Musik bilden. Firmen wie AOL, AT&T, IBM, Intel, Lucent, Microsoft, Sony und Toshiba sollen schon zur Teilnahme gebeten worden sein.

Das Ziel ist natürlich die Wahrung der Urheberrechte der Musikkonzerne bzw. der Künstler im digitalen Audiobereich bei dem die RIAA hohe Einnahmeverluste durch Raubkopien befürchtet, sei es durch das Internet oder durch unauthorisierte CD-Kopien. Außerdem will man einen Standard für elektronische Musikdistribution schaffen, mit dem Firmen Musik über das Internet verkaufen können. Aus diesem Grunde bittet die RIAA nun die Plattenfirmen und auch Musikenthusiasten, verbreitete Audioformate wie MP3 nicht mehr zu unterstützen, die - laut RIAA - hauptsächlich zum unrechtmäßigen Download von komprimierten Musikstücken aus dem Internet auffordern. Ob die jedoch mitmachen, ist eher fraglich.

Kommentar:
Damit ein solches Konzept funktioniert müssen natürlich alle - und das weltweit! - an einem Strang ziehen. Sowohl Software- als auch Hardwarehersteller müssen mitmachen, Hersteller für "normales" Audioequipment wie PC-Player eingeschlossen. Wer die Streitigkeiten und das Kuddelmuddel bei DVD mitverfolgt hat, hat gesehen, wie solche Angelegenheiten enden: DVD ist dank der Filmindustrie, allen voran Hollywood, nahezu untergegangen.

Passender ist aber wohl eher ein Vergleich mit dem extrem unpopulären und mittlerweile als gescheitert anzusehenden DIVX, einer DVD-Variante für Pay-per-View Filme. Das ist wohl auch das, was der RIAA im Endeffekt vorschwebt: Musikstücke kostenlos aus dem Intenet ziehen? Kein Problem! Kostet nur jedes Mal Geld, wenn sie diese auch anhören wollen. Da kauft man sich dann doch lieber freiwillig eine der hoffnungslos überteuerten Original-CDs.

Es handelt sich bei diesem für alle, außer für die Kunden, "offenen Vorstoß" wohl eher um ein Rückzugsgefecht. Leider riskiert die RIAA damit endgültig ihr Gesicht zu verlieren. Bahn frei für die innovativen, kleinen Plattenlabel!

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