Kinderversion von PalmPilot geplant ?
Die Firmengründer von Palm Computing, die den PalmPilot entwickelt hatte und später von USRobotics/3Com gekauft wurde, haben vor einigen Monaten eine neue Firma namens Handspring gegründet.
Donna Dubinsky und Jeff Hawkins wollen neben preiswerten Handhelds, also "Handcomputern", nach Informationen von USA-Today auch einen Palmtop für Kinder entwickeln.
Finanziert durch die Venture-Kapital-Firmen Benchmark Capital und Kleiner Perkins Caufield & Byers, will Handspring in Palo Alto mit einer Kernbelegschaft von zehn Leuten die nächste Generation von Handhelds entwickeln, mit besseren Displays, drahtloser Kommunikation und Internetanschluß zu Preisen von gerade mal US$ 100. Für das Betriebssystem wurde PalmOS von 3Com lizensiert, das auch in PalmPilots eingebaut ist.
Damit sollen die Geräte auch für Kinderbelange erschwinglich sein, die diese in der Schule und beim Hausaufgabenmachen verwenden könnten. Auch ein preiswerter Internetrechner ließe sich so realisieren, so Dubinsky.
Hawkins und Dubinsky haben bekräftigt, besonderes Interesse an derartigen Handhelds zu haben, nicht zuletzt deshalb, weil dieser Markt bislang völlig vernachlässigt worden sei.
Es gibt aber auch Stimmen, die an dem Konzept zweifeln. So sei der Gerätepreis das größte Problem. Er entscheidet neben dem Softwareangebot maßgeblich über den Erfolg. Akzeptanzprobleme seien auf Seiten der Eltern und der Schule zu finden.
Kommentar:
Aus dem technikgläubigen Amerika erreichen uns Gedanken, Kindern kleine elektronische Schreibtafeln mitzugeben, auf denen sie ihre Hausaufgaben machen können, Termine und Verabredungen notieren und E-Mails verschicken können.
Verwunderlich ist der Entusiasmus der Geldgeber, in zum Untergang verdammte Techniken zu investieren.
Sollen die Kinder mit der eigens zu erlernenden aberwitzigen PalmPilot- Runenschrift auf den PalmKids herumkritzeln? Das wird - auch in den USA - schon am Widerstand der Eltern- und Lehrerverbände scheitern. Und zum anderen - was nützen derartige Schreibcomputer? Vermögen sie Kindern außer dem Prestigegefühl mehr zu vermitteln als ein handelsüblicher Game Boy? Sicherlich ist das E-Mail-Feature auch sinnvoll zu gebrauchen, aber werden Kindern nicht lieber auf dem Kidpalms spielen anstatt damit sinnvoll zu arbeiten?
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