Die virtuelle Hauptstadt - berlin.de
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Eberhard Diepgen, der Vorstandsvorsitzende von debis, Klaus Mangold, und der Vorstand der Berliner Volksbank, Rudolf Prast, haben heute den neuen Onlinedienst berlin.de eröffnet. Das Projekt berlin.de entsteht in einer Kooperation zwischen Primus-Online Berlin-Brandenburg und dem Land Berlin.
"Wir wollten live präsentieren, aber auch bei uns gab es den "Bill-Gates-Effekt"", so Geschäftsführer Bernd Rumscheid, denn der inszenierte Start per Mausklick verzögerte sich um etwa 10 Minuten. "Kurzfristig gab es Leitungsprobleme zwischen Präsentationsort und Server. Aber jetzt läuft berlin.de in vollem Umfang. Das war bei Bill Gates nicht der Fall."
berlin.de will ein umfassenden Angebot rund um Berlin mit täglich neuen Inhalten bieten, von Informations- und Kulturangeboten bis zum Electronic Shopping. Berliner Unternehmen können ihre Produkte und Dienstleistungen auf dem neuen virtuellen Marktplatz online anbieten und verkaufen. Die Nutzer können Theaterkarten buchen, Adressen nachschlagen, Homebanking betreiben, in Bibliothekskatalogen blättern, Volkshochschulkurse belegen oder Hotelzimmer reservieren. Bei berlin.de wurde das bestehende Stadtinformationssystem quasi von privater Hand geschluckt und in das neue Angebot integriert. Man plant zwar, dem Bürger in Zukunft Behördengänge zu ersparen, indem sich diese zunehmend von zu Hause aus über das Internet erledigen lassen. Allerdings werden die beteiligten Unternehmen wohl den grüßten Nutzen aus dem Projekt ziehen, indem man das hier eingeführte Produkt in Zukunft auch an andere Großstädte verkauft.
Der Zugang zu dieser interaktiven Plattform ist für alle Nutzer kostenlos. An gut besuchten Plätzen der Stadt werden zusätzlich Informationsterminals errichtet. Das Besondere daran ist, daß es sich im Gegensatz zu ähnlichen Angeboten um "nützliche" Terminals handelt, die nicht nur eine Präsentation sondern Interaktion und aktuelle Informationen und Diesntleistungen vor Ort bieten.
Im Büro oder von zu Hause aus lassen sich die vielfältigen Inhalte unter berlin.de über einen Computer mit Modem, einen Fernseher mit Set-Top-Box oder ein Screenphone nutzen. Wer sich bei berlin.de als Nutzer anmeldet, erhält von den Betreibern kostenlos seine persönliche eMail-Adresse sowie Speicherplatz für die eigene Homepage. Allerdings sollte man eines nicht vergessen: kostenlos heißt nicht umsonst, denn jeder angemeldete Nutzer liefert den Unternehmen ein Mosaikstein im Aufbau einer gewaltigen digitalen Infrastruktur.
Kommentar:
Der nette kleine Seitenhieb auf Bill Gates mag ja ganz witzig sein, korrekt ist er aber nicht, denn berlin.de hat sehr wohl noch mit Problemen zu kämpfen. Man braucht mitunter viel Glück und Geduld, um überhaupt einen Blick auf die Site erhaschen zu können, seit der Eröffnung wird man nämlich hauptsächlich mit Fehlermeldungen malträtiert...
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