Telekom will 20.000 Arbeitsplätze abbauen

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Die offensichtlich durch Marktanteilsverluste im Ferngesprächsbereich massiv bedrängte Telekom will im nächsten Jahr bis zu 20.000 Arbeitsplätze abbauen, um Kosten zu senken.

Diese Maßnahme kündigte Vorstandsvorsitzender Ron Sommer in einem Interview mit der Bild am Sonntag an.

Darüber hinaus seien zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Unternehmensaufkäufe notwendig. Welche Bereiche damit gemeint sind, tat Sommer natürlich nicht kund. Analysten vermuten, daß besonders der Bereich der Vermittlungstechnik und spezialisierte Telekommunkationsdienstleister auf dem Speiseplan der Telekom stehen.

Andere Medien berichten mittlerweile von angeblich gut informierten Quellen, daß die Genehmigung der Tarifreform seitens der Regulierungsbehörde beschlossene Sache sei. Die Tarifreform benachteiligt für einige Monate Besitzer von Analoganschlüssen, die nicht in den Genuß aller Tarifsenkungen kommen.

Offensichtlich hat die Regulierungsbehörde daran und an den teilweise für Mitbewerber prohibitiven Preisen keinen Anstoß genommen.

Kommentar:
Man kennt es zu Genüge: Fühlen sich Großkonzerne von der Politik in die Ecke gedrängt, stehen gleich zehntausende von Arbeitsplätzen zur Diskussion. Ob dem Wirtschaftsministerium die Mitarbeiter der Telekom wieder einmal wichtiger sind als die anderer Telekommunikationsfirmen?

Als Telekom-Hauptaktionär ist der Bund in der Zwickmühle: Restrukturierungsmaßnahmen sorgen im Allgemeinen für steigende Kurse, mehr Arbeitslose kosten mehr Geld, mehr Wettbewerb kann per saldo für mehr Wachstum und Beschäftigung sorgen, muß es aber nicht.

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