Ist Microsoft Nutznießer vom AOL/Netscape Deal ?

Artikel veröffentlicht am ,

Die Übernahme von Netscape durch AOL und der Schulterschluß zwischen AOL und Sun Microsystems könnte Unternehmen, die Netscape-Software in anderen Umgebungen als dem Sun-eigenen Solaris-Betriebssystem einsetzen, künftig im Regen stehen lassen.

Diese Befürchtung äußert die Marktforschungs- und Beratungsgesellschaft Giga Information Group Inc. in ihrem neuen Report "Sun's Partnership with AOL/Netscape raises Questions about the Future of Netscape and Sun Application Server".

Firmen, die heute Netscape-Software im Einsatz haben oder die Anschaffung erwägen und keine Solaris-Fans sind, sollten nach Meinung Gigas weitere Investitionen zunächst zurückstellen, bis von Seiten der Anbieter eindeutige Aussagen zur künftigen Plattformstrategie vorliegen.

Besonders gefährdet sehen die Berater neben Anwendern anderer Unix-Versionen als Solaris vor allem Unternehmen, die auf Windows NT als strategisches Betriebssystem setzen.

Nach Analyse der Giga Information Group sind sich die beiden Applikationsserverprogramme von Sun (NetDynamics Application Server) und Netscape (Netscape Application Server) derart ähnlich, daß die Anbieter spätestens Ende 1999 eines der beiden Produkte aufgeben werden. Da völlig unklar sei, welches Serverprogramm eingestellt wird, müßten sich Anwender beider Produkte auf Kosten für den Wechsel auf die jeweils andere Software einstellen.

Mit der Produktneuausrichtung dürften AOL/Netscape und Sun zugleich ihre eigenen herstellerspezifischen Programmiermodelle zugunsten des standardisierten Komponentenmodells Enterprise JavaBeans aufgeben, mutmaßt Giga. Damit käme eine zweite Kostenwelle auf die Unternehmen mit Applikationsserversoftware von AOL/Netscape bzw. Sun zu.

Als "lachenden Dritten" hat die Giga Information Group bereits Microsoft ausgemacht. Der AOL/Netscape/Sun-Deal helfe der Gates-Company nicht nur argumentativ im laufenden Gerichtsverfahren mit dem US-Justizministerium, sondern führe auch zu einer signifikanten Verbesserung der Marktposition von Microsoft bei Internet-Serversoftware, meinen die Auguren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Verkaufsverbot
Huawei will 50-Cent-Lizenzgebühr pro AVM-Fritzbox

Huawei hat gerichtlich ein gültiges Verkaufsverbot von Fritzboxen mit Wi-Fi 6 und Wi-Fi 7 durchgesetzt. Es geht um Huaweis Patente für den Standard.

Verkaufsverbot: Huawei will 50-Cent-Lizenzgebühr pro AVM-Fritzbox
Artikel
  1. Elektro-SUV: Porsche macht den Macan deutlich aerodynamischer
    Elektro-SUV
    Porsche macht den Macan deutlich aerodynamischer

    Der vollelektrische Porsche Macan soll "in Kürze" in die Produktion gehen. Dazu hat der Sportwagenhersteller neue Details zu dem SUV genannt.

  2. The Lost Crown im Test: Prince of Persia als super spaßiger Sidescroller
    The Lost Crown im Test
    Prince of Persia als super spaßiger Sidescroller

    Kein Prinz als Held, aber sonst königlich: Prince of Persia - The Lost Crown entpuppt sich im Test als rundherum gut gemachtes Abenteuer.
    Von Peter Steinlechner

  3. Future Racing Cable: Modulares USB-Kabel lädt 240 Watt und überträgt 40 GBit/s
    Future Racing Cable
    Modulares USB-Kabel lädt 240 Watt und überträgt 40 GBit/s

    Auf Indiegogo verspricht der Hersteller, dass kein anderes USB-Kabel mehr gebraucht wird. Schließlich sei das Future Racing Cable vielseitig.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • PS5 + Spider-Man 2 569€ • AMD Ryzen 9 5950X 379€ • Switch-Controller 17,84€ • AOC 27" QHD 165Hz 229€ • MindStar: Gigabyte RTX 4070 Ti 819€ • Google -47% • Steelseries -64% • Corsair -39% • Bose -36% • 3 Spiele für 49€ • Gigabyte 27" QHD 240 Hz 399€ • EA-Spiele -66% [Werbung]
    •  /