OpenGL-Treiber für Matrox G200 verspätet sich
Grafikkartenhersteller Matrox zieht sich derzeit den Zorn seiner Kunden zu, die auf den für gestern hoch und heilig versprochenen OpenGL-Treiber für die Matrox MGA-G200 basierten Millennium und Mystique Grafikkarten unter Windows 95/98 und NT gewartet haben. Von Matrox kam jedoch nur eine Pressemitteilung: Der OpenGL-Treiber für Windows 95/98 solle am 9. Dezember und der für Windows NT irgendwann im ersten Quartal '99 erscheinen. Es wird sich dabei jedoch noch um Pre-Beta Versionen handeln, auf denen vorerst nur wenige Spiele laufen sollen.
Derzeit können Matrox-Kunden nur über den mitgelieferten, bescheidenen Direct3D (D3D) Wrapper einige wenige Spiele benutzen, die auf die OpenGL-Schnittstelle zugreifen - an Anwendungen ist, zumindest unter Windows 95/98, gar nicht zu denken. Dieser D3D Wrapper setzt OpenGL-Befehle in Befehle für Microsofts Direct3D Schnittstelle um, verliert jedoch dementsprechend Zeit bei der Konvertierung. Entsprechend langsam sind die G200-Karten denn auch in beliebten 3D-Action Spielen.
Kommentar:
Das Prekäre an der Situation ist, daß Matrox schon vor der Markteinführung der G200 Grafikkartenserie groß die Werbetrommel für die hohe Grafikleistung unter Direct3D und OpenGL gerührt hat. Dummerweise kaufen Kunden jedoch aufgrund vollmundiger Versprechen, weil sie diese glauben - wer dann nicht das versprochene liefern kann, der läuft Gefahr, seine Glaubwürdigkeit zu verlieren. Matrox ist auf dem Eilexpresszug in diese Richtung unterwegs, da die Kundschaft schon seit der Markteinführung der G200-Karten auf die Erfüllung der Versprechen wartet, jedoch außer Terminverschiebungen und Vertröstungen nichts hört. Die Reaktion darauf beschreibt wohl am besten ein Zitat vom Matrox Users Resource Center http://www.matroxusers.com/ , einer Matrox-Fanseite: "I'm not saying anything this sucks too much".
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