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Mannesmann Arcor kritisiert Wirtschaftsminister

/ Andreas Donath
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Die Empfehlung des Bundeswirtschaftsministeriums an die Deutsche Telekom AG, den Preisantrag für den Zugang Dritter zur Teilnehmeranschlußleitung unverzüglich zurückzuziehen, zeigt nach Ansicht von Arcor den Umfang der politischen Einflußnahme. Die empfohlene Rücknahme des Telekom-Antrages bewirke eine weitere Zeitverzögerung des Wettbewerbs bei den Ortsgesprächen.

Harald Stöber, Vorsitzender des Vorstandes der Mannesmann Arcor AG & Co.:"Die Empfehlung des Wirtschaftsministers, den Preis-Antrag zurückzuziehen, zeigt deutlich, daß die Politik die Telekom schützt. Die Telekom erhält mit dem erneuten Rückzug des Genehmigungsantrags die Möglichkeit, den Wettbewerb im Ortsnetz weiter zu verzögern. Ein Verhalten, das von der Politik eigentlich mißbilligt werden müßte."

"Für Arcor bedeutet dies", so Stöber weiter,"daß die Planungssicherheit weiterhin nicht gegeben ist und sich der schnelle Ausbau der Ortsanschlüsse verlangsamt."

Kommentar:
Da empfielt ein Bundeswirtschaftsminister einem halbstaatlichen Unternehmen wie der Telekom, Verzögerungstaktiken anzuwenden, um seinen Monopolmarkt zu schützen. Schon früher stellte sich Müller als Anwalt der Telekom-Mitarbeiter und -Aktionäre vor. Fragt sich nur, ob die Aktionäre und Mitarbeiter andere Telekommunikationsfirmen Menschen zweiter Klasse sind, deren Schutzinteresse erst nach dem der Telekom berücksichtigt werden muß.


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