Im Test: "Dazzle" - PC als Videorekorder?

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Schick & praktisch
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Vielen ist vielleicht noch die externe "Snappy" Hardware bekannt, mit der Einzelbilder von beliebigen Videoquellen problemlos über den Parallelport (Druckeranschluß) in den Rechner geholt werden konnten. Dazzle leistet ähnliches, geht jedoch wesentlich weiter, denn mit dieser preiswerten externen Videolösung soll es möglich sein, über den Parallelport sogar MPEG-1 Video und Audio in Echtzeit aufzunehmen. Seit November wird das vorher nur in den Staaten erhältliche Dazzle auch in Deutschland für knapp 500 DM vertrieben. Grund genug, sich das Gerät einmal näher anzuschauen:

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An das Dazzle lassen sich zwei Videoquellen - SVHS und Composite (VHS) - anschließen, ein Videoausgang erlaubt die Kontrolle des Video-In Signals. Einen Anschluß für Audio gibt es nicht, hier wird eine evtl. vorhandene Soundkarte zur Aufnahme verwendet.

Die Installation ist denkbar einfach, sogar wenn man Probleme mit dem recht ausführlichen englischen Handbuch haben sollte: Das Dazzle wird einfach an den Druckeranschluß des PCs angeschlossen und über ein eigenes Netzteil mit Strom versorgt. Etwas eigenartig mutet übrigens die Steckverbindung des Netzteils an, hier handelt es sich nämlich nicht um einen Stecker sondern um eine Buchse. So kann es entweder in das PC-Gehäuse gesteckt werden oder mit einem handelsüblichen PC-Stromkabel per Steckdose versorgt werden, falls man noch eines übrig hat. Die Treiber - und Softwareinstallation ist ebenfalls unproblematisch und nicht weiter erwähnenswert.


Dazzle Amigo

Software: Mit der mitgelieferten "Dazzle Amigo" Software lassen sich Videos, Standbilder und sogar MPEG-1 Layer 1 und 2 Audiofiles in Echtzeit aufnehmen. In Sachen Bild- und Tonqualität kann hier so gut wie alles wichtige modifiziert und optimiert werden. Allerdings bietet Amigo nicht gerade viel Komfort, eine dringend benötigte und gewohnte Pause-Taste fehlt beispielsweise gänzlich. Außerdem muß man vor der Aufnahme explizit ansagen, wie lange selbige dauern soll. Wer seine gesamte Videokollektion, z.B. Kindheitserinnerungen oder Lieblingsfernsehserien, mit Hilfe von Dazzle digitalisieren und auf CD bannen will, auf den lauert einiges an Arbeit und Nachbearbeitung. Die Software iFilmEdit wurde für diese Zwecke beigepackt - leider ist sie nicht gerade ein Paradebeispiel für intuitive Bedienung und Funktionalität. Hier wäre etwas wie Adobes Premiere Light eher nach unserem Geschmack gewesen.

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Per installiertem Treiber bindet sich Dazzle als Videohardware in Windows 95 / 98 ein und kann somit von allen videofähigen Programmen angesprochen werden. Nur ein TWAIN-Treiber wäre noch zu wünschen gewesen, um auch in Bildbearbeitungs-Programmen wie Photoshop, Paintshop Pro oder gar dem mitgelieferten Adobe Photo Deluxe 2.0 Einzelbilder direkt grabben zu können.

Die Qualität des in Dazzle aufgenommenen und in Echtzeit nach MPEG1 komprimierten Videomaterials ist ansprechend und übertrifft die von üblichen Videokarten in dieser Preisklasse teils um Längen. Hier ist MPEG-1, das unter anderem bei VideoCDs eingesetzt wird, eindeutiger Favorit, zumal mittlerweile jeder PC in der Lage ist, MPEG-Videos in Echtzeit darzustellen.

Fazit:
Dazzle ist einfach zu installieren und liefert für diese Preisklasse eine spitzenmäßige Videoqualität. Es eignet sich dank der platzsparenden MPEG-1 Echtzeit-Kompression hervorragend als digitaler Videorekorder oder Internet-Kommunikation. Leider wird die innovative und schon in den USA mehrfach ausgezeichnete Hardware nicht mit einem ebenbürtigen Softwarepaket aus, hier sollte der Hersteller noch dringend nachbessern.

Kontakt: Dazzle Multimedia Deutschland, Tel: (02414) 704114 / Fax: (02414) 090559.

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