Im Test: Star Office 5.0 für Linux

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Wie versprochen stellte Star Division dieser Tage das neue Star Office 5.0 für Linux zum kostenlosen Download bereit. Damit bleibt Star Division dem Versprechen treu, Star Office für Linux solange kostenlos für den privaten Gebrauch anzubieten, wie auch Linux kostenlos erhältlich ist - seit heute ist Star Office aber auch für andere Plattformen kostenlos erhältlich. Nachdem kurz nach der Veröffentlichung von Star Office 4.0 der Star Division FTP-Server fast zusammenbrach unter der Last der unzähligen Downloads, hat Star Division diesmal etliche Mirrors vorzuweisen, viele davon an Universitäten.

Stellenmarkt
  1. IT-Supporterin (m/w/d) User Help Desk
    Bremedia Produktion GmbH, Bremen
  2. IT Service Manager SAP (m/w/d)
    Progroup AG, Landau
Detailsuche

Während der Installation fragt das Setup-Programm nach einer Seriennummer die man kostenlos auf der Homepage von Star Division nach Angabe von Name und Email Adresse erhält. Nach der Installation ist das Programm dreißig Tage lauffähig. Innerhalb dieser Zeit muß man sich mit kompletter Adresse registrieren, erhält dann ebenfalls kostenlos eine Kundennummer und einen Schlüssel mit dem Star Office 5.0 auf unbegrenzte Dauer freigeschaltet werden kann. In Kürze wird Star Division aber auch eine Deluxe Version auf CD anbieten, die neben gedruckten Handbüchern auch einen begrenzten Support und mehr Cliparts beinhaltet. Die Deluxe Edition steht für 79,- DM zur Bestellung auf Star Divisions Homepage bereit.

Neu in der Version 5.0 ist auch die direkte Unterstützung des K Desktop Enviroment (KDE), einem modernen freiem Desktop für Linux. Schon während der Installation bietet Star Office 5.0 an, die KDE Unterstützung zu installieren. Neben Einträgen in das KDE Startmenü legt das Installationsprogramm auch Vorlagen für Star Office an und nimmt das gesamte KDE Startmenü in den Star Desktop auf. Auch Drag & Drop zwischen KDE und Star Office 5.0 funktionierte problemlos. Der nächste sehr erfreuliche Punkt sind die Importfilter.

Wie Star Division bereits auf der CeBIT Home 98 betonte, wurden diesmal keine Filter von Drittfirmen eingekauft sondern eigene, angeblich wesentlich bessere, entwickelt. Und in der Tat: Bei unseren Tests funktionierten die Importfilter für Dateien, die im Microsoft Office 97 Format vorliegen (Word 97, Excel 97 usw.), fast perfekt, was den Umstieg auf Star Office wirklich angenehm leicht macht. Lediglich Kleinigkeiten wie Hintergrundmuster wurden nicht 1:1 übernommen. Diese sind aber mit wenigen Klicks per Hand wieder eingerichtet. Ob Word 97 Vorlage oder Excel Vorlage, Star Office 5.0 importierte alle Dateien korrekt und ohne Absturz, dies war bei Star Office 4.0 leider nicht immer der Fall.

Golem Karrierewelt
  1. Angular für Einsteiger: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    26./27.09.2022, Virtuell
  2. IT-Sicherheit für Webentwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27./28.09.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Überhaupt zeigte sich Star Office 5.0 außerordentlich stabil, wir konnten während der dreitägigen Testphase bei normaler Anwendung keinen Absturz feststellen. Glücklicherweise hat sich auch die Ladezeit gegenüber Star Office 5.0 nicht verlängert und sobald das Programm vollständig geladen wurde, läßt sich äußerst zügig damit arbeiten, sofern genügend Arbeitsspeicher vorhanden ist. Auf unserem Red Hat 5.1 basierten System belegte Star Office 5.0 zwischen 42 und 50 Mb Arbeitsspeicher, bei regelmäßiger Arbeit ist es also ratsam, den Rechner auf mindestens 64 MB aufzurüsten.

Gegenüber der Version 4.0 hat Star Division vor allem Funktionen eingebaut die sich Anwender gewünscht haben sollen. Weit über 500 neue Funktionen sollen sich im Produkt verstecken. Ganz neu ist Star Schedule, ein Personal Information Manager ähnlich wie Outlook 98, der in der Windows Version auch eine Synchronisation mit dem Palm Piloten von 3Com ermöglicht. Dieses Feature scheint leider in der Linux Version zu fehlen. Auch das Motto von Star Office seit der Version 4.0 "Do everything in one Place" wurde konsequent fortgeführt. Alle Programme lassen direkt aus Star Office starten und erscheinen zumindest in der Windows Version auch komplett im Star Desktop mit ihrem Fenster. Währen Star Office 5.0 in der Linux Version sich alle Mühe gibt das Kpanel nicht zu verdecken, belegt es unter Windows den ganzen Desktop inklusive der Taskleiste und läßt sich auch nur mit Tricks zu einem normalen Fenster verkleinern. Durch die Verwendung von fast ausschließlich betriebssystemunabhängigen Quellcodes sieht Star Office 5.0 unter Linux exakt so aus, wie unter Windows. Windows 95 Anwender dürften sich also recht schnell in Star Office 5.0 zurechtfinden.

Fazit :
Mit Star Office 5.0 steht den Linux Anwendern jetzt ein hochmodernes, stabiles Officepaket zur Verfügung, das zudem für den Heimgebrauch auch noch kostenlos ist. Gegenüber Konkurrenzprodukten wie Applixware hebt sich Star Office 5.0 vor allem durch einen wesentlich größeren Funktionsumfang und eine modernere Oberfläche ab. Durch die wirklich sehr guten Importfilter für Office 97 braucht man den Umstieg auf Star Office 5.0 nicht zu scheuen. Der Preis für die kommerzielle Variante ist mit 398,- DM angemessen und liegt deutlich unter dem von Microsoft Office 97. Star Office 5.0 ist den langen Download mehr als wert und macht deutlich, daß Linux, wenn es eine einfache, moderne Oberfläche erhält, durchaus in der Lage ist Windows 95/98 Konkurrenz zu machen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Wissenschaft
Der Durchbruch in der Kernfusion ist ein Etikettenschwindel

National Ignition Facility hat das Lawson-Kriterium der Kernfusion erreicht, aber das gilt nur für echte Reaktoren, keine Laserexperimente.
Ein IMHO von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Wissenschaft: Der Durchbruch in der Kernfusion ist ein Etikettenschwindel
Artikel
  1. Internet: Indien verbannt den VLC Media Player
    Internet
    Indien verbannt den VLC Media Player

    Weder Downloadlink noch Webseite des VLC Media Players können von Indien aus aufgerufen werden. Der vermutete Grund: das Nachbarland China.

  2. Microsoft & Sony: Playstation-4-Absatz doppelt so hoch wie Xbox One
    Microsoft & Sony
    Playstation-4-Absatz doppelt so hoch wie Xbox One

    Während Sony weit über 100 Millionen der PS4-Konsolen verkauft hat, erreichte Microsoft nicht einmal halb so viele Xbox-One-Geräte.

  3. THG-Prämie: Das fragwürdige Abkassieren mit der eigenen Wallbox
    THG-Prämie
    Das fragwürdige Abkassieren mit der eigenen Wallbox

    Findige Vermittler bieten privaten Wallbox-Besitzern Zusatzeinnahmen für ihren Ladestrom. Wettbewerber sind empört.
    Ein Bericht von Dirk Kunde

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bestellbar • Playstation Sale: Games für PS5/PS4 bis 84% günstiger • Günstig wie nie: SSD 1TB/2TB, Curved Monitor UWQHD LG 38"/BenQ 32" • Razer-Aktion • MindStar (AMD Ryzen 7 5800X3D 455€, MSI RTX 3070 599€) • Lego Star Wars Neuheiten • Bester Gaming-PC für 2.000€ [Werbung]
    •  /