Im Test: Der neue Aldi-PC

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Bei Aldi-Süd gab es heute - einen Tag früher als erwartet - doch schon den neuen Aldi-PC , über den wir schon gestern berichteten. Wir haben uns für unsere Leser in einen übervollen Aldi-Discounter vorgekämpft, einen Aldi-PC ergattert und anschließend auf Herz und Nieren getestet. Hier das Ergebnis:

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Aldi-PC - die inneren Werte
Aldi-PC - die inneren Werte
Der Aldi-PC kommt in einem riesigen Paket daher, in dem Monitor, Zentraleinheit, Tastatur und diverse CDs, die Maus und diverse Kabel stecken. Eine ausreichende, deutschsprachige Anleitung hilft beim Aufstellen und Installieren des Systems. Vor dem Einschalten des Rechners warfen wir jedoch ein Blick in den Rechner. Nach dem Entfernen der Gehäusepartie des ATX Mini-Towers fiel uns sofort eines auf: Es steckte nicht eine Steckkarte im Rechner! Doch es handelte sich um kein Versehen: sowohl die 8MB Riva 128ZX AGP-Grafikkarte als auch die PCI-Soundkarte befinden sich direkt auf dem Mainboard, was das aufgeräumt wirkende Innere erklärt. Das Intel-Mainboard mit BX-Chipsatz und 100MHz Frontside Bus besitzt zwei Speicherbänke, die mit je 32MB bestückt sind. Wer später aufrüsten will (bis zu 384MB), muß also wohl oder übel die alten Speicherbausteine herausnehmen und ersetzen. Auf dem Mainboard sitzt ein schneller Intel Pentium II, der mit 350MHz für ordentlich Dampf sorgt. Insgesamt gibt es 3 freie PCI und einen freien ISA-Steckplatz. Wer die Grafikkarte ersetzen will, findet leider keinen AGP Port vor - die on-board Grafikkarte ist allerdings intern dennoch über AGP angeschlossen und läßt sich im Bios ausschalten.

Beim Einschalten des Systems waren wir sehr überrascht, was jetzt kam, hatten wir nicht erwartet: Anstatt einer Installationsroutine startete Windows 98 und kurze Zeit später erblickten wir ein annähernd perfektes und fertig installiertes System. Sogar die Bildauflösung und die Bildwiederholfrequenz waren an den Bildschirm angepaßt, bei 1024 x 768 in 24-Bit Farbe in 75Hz zeigte sich uns ein sauberes, flimmerfreies und scharfes Bild, ohne größere Mängel. Da der Monitor laut Anleitung 85Hz verkraftet, probierten wir auch diese Bildwiederholfrequenz aus, hier gab es jedoch einen leichten Schärfeverlust zu bemängeln, der bei 75Hz nicht auftrat. Beim Einschalten des Monitors beim Betrieb mit 85Hz ergab sich ein leicht fleckiges Bild bei hellen Hintergründen. Da 75Hz jedoch ausreichen, um vernünftig zu arbeiten, ist das zu verschmerzen. Auch die Tastatur des Rechners kann überzeugen, sie besitzt einen spürbaren Druckpunkt und ist sehr angenehm. Anders verhält es sich mit dem Lite-On CD-ROM Laufwerk, es verrichtet zwar seine Arbeit recht schnell aber lautstark, im ansonsten leisen Aldi-PC.

Die eingebaute 8,6GB Festplatte von Seagate ist in zwei Partitionen aufgeteilt. Auf der zweiten, etwa 2 GB großen Partition, befindet sich eine komplette Installationsversion von Windows 98, was die Wartung zum Kinderspiel macht. Die auf CD mitgelieferte Software von Microsoft, Works 4.5, Word 97 und Encarta 98, ist ebenfalls schon installiert, auch hier entfällt also für den Kunden Arbeit. Etwas versteckt auf der Festplatte findet sich eine Online-Hilfe als HTML-Datei, die leider nicht automatisch beim Erst-Start geladen wird. Wahrscheinlich hat man sich dazu entschlossen, sie nicht zu verwenden, aus welchen Gründen auch immer.

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Fazit:
Lebensmitteldiscounter Aldi hat mit dem neuen PC ein besonderes Schnäppchen im Angebot, das wir nur empfehlen können. Für knapp 2000 DM bekommt man einen ordentlich ausgestatteten, perfekt vorinstallierten PC, der nicht nur bei Büroarbeiten sondern auch in Sachen Spiele eine ordentliche Leistung bietet. Sowohl Systemleistung und Ergonomie sind ansprechend und enttäuschen nicht im Geringsten. Schade nur, daß die Aldi-PCs immer so schnell ausverkauft und dementsprechend schwer zu ergattern sind! Wer einen Rechner möchte, sollte sich wirklich früh zu Aldi aufmachen.

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