Spieletest: "Small Soldiers: Squad Commander"
Die Commando-Elite repräsentiert dabei Züge der US-amerikanischen Army, und besitzt neben Chip noch fünf weitere Charaktere, wie den Feuerwaffen-Experten Brick Bazooka oder den Infanteristen Kip Killigan, alle bekannt aus dem Kinofilm. Die Gorgonites sind phantasievolle Spielfiguren, die ebenfalls aus sechs Charakteren bestehen. Auf beiden Seiten besitzen die Charaktere spezielle Stärken und Schwächen, was eine gezielte Einsatzmöglichkeit der Charaktere zur Folge haben sollte. Dem ist jedoch nicht so. Letztendlich kann man mit Brick Bazooka auf Seiten der Commando Elite alle Level erfolgreich absolvieren, da der Spieler immer genügend Ersatzfiguren in einer Spielkiste zur Verfügung hat.
Auch die Story ist schnell erklärt. Es gibt zwei Kampagnen mit insgesamt 20 Leveln. In "S.Tinker Countdown" müssen Sie die Stadt von feindlichen Gorgonites befreien. In der Kampagne "Ein leergeräumtes Dorf" haben die Gorgonites die Aufgabe, die Stadt New Bedford von der militärischen Übermacht der Commando-Elite zu befreien. Begleitet werden die einzelnen Missionen durch Videoclips, deren Qualität ansprechend, aber im Vergleich zum Kinofilm dürftig ausgefallen sind. Auch die Musikuntermalung ist wenig innovativ und auf die Dauer langweilend. Die Sprüche der Charaktere erinnern sehr stark an die von Warcraft 2.
Fazit:
Small Soldiers: Squad Commander kann sich – wie seinerzeit Independence Day – nicht mit dem hervorragenden und witzigen filmerischen Pendant messen. DreamWorks Interactive überrascht mit dieser halbherzigen Umsetzung aus schwachem Gameplay und schlechter Grafik leider im negativen Sinn, da Spielberg & Co sonst sicherlich auf mehr Perfektion setzen. Für das Geld sollte man sich lieber mehrmals hintereinander in den Small Soldiers Film setzen, das macht ungleich viel mehr Spaß.