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MS-Prozeß: Runde eins geht an Microsoft

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Am zweiten Tag des Microsoft-Prozesses wurde von der Verteidigung die schriftliche Aussage von Jim Barksdale in einem Kreuzverhör zerpflückt.

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Jim Barksdale
Jim Barksdale

Microsofts Anwalt versuchte dabei an jedem Absatz von Barksdales Aussagen Inkonsistenzen oder Fehlbeurteilungen zu finden. Desweiteren wurde eine e-mail vom Netscape-Boss Jim Clark an den Microsoftmanager Brad Silverberg als neues Beweisstück vorgelegt, in der er versuchte, Microsoft davon zu überzeugen, daß Netscape ihnen keine Konkurrenz machen wolle.

In der Aussage von Barksdale stand, daß Microsoft im Juni 1995 auf eine Aufteilung des Browsermarktes gedrängt habe. Die e-mail stammt jedoch vom Dezember 1994. Der Microsoft-Anwalt versuchte damit, die Glaubwürdigkeit von Barksdales Aussagen zu erschüttern. Nicht Microsoft, sondern Netscape habe, sieben Monate vorher, schon über den Markt gesprochen.


Jim Clark

Netscapes Anwälte beeilten sich zu sagen, daß die E-Mail weder mit Wissen Barksdales abgeschickt wurde, noch daß Clark die schriftliche Aussage von Barksdale gelesen hätte. David Boies, ein vom Justizministerium beschäftigter Anwalt sagte, daß Clarks Email nicht von Bedeutung sei.

In der Email heisst es: "Wir wollen mit der Firma [Netscape] Erfolg haben, jedoch nicht auf Kosten von Microsoft. [...] Wir wollen mit ihnen [Microsoft] zusammenarbeiten. Die Zusammenarbeit könnte ihn ihrem eigenen Interesse liegen. Wir haben niemals geplant mit ihnen [Microsoft] zu konkurrieren." Außerdem bewiesen Microsofts Anwälte ein Treffen zwischen Jim Clark und Bill Gates im Herbst 94. Im Gespräch erzählte Gates, daß man plane, den Explorer in Windows 95 zu integrieren. Damit werden Kernpunkte der Argumentation des Zeugens der Gegenseite in Frage gestellt, der als "Gegenmittel" zu Microsofts Praktiken die Entkoppelung von Explorer und Windows fordert und behauptet Microsoft hätte die Integration angesichts Netscapes Marktmacht betrieben.

Für Microsoft ist es wichtig, die Behauptung zu entkräften, man habe mit Netscape über eine Aufteilung des Marktes gesprochen, da solches Verhalten wettbewerbswidrig ist.

Am Donnerstag wird Apples Softwareboss Avadis Tevanian vernommen.



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