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399,- DM ALDI-Monitor im GNN Test

Artikel veröffentlicht am ,

Seit Mittwoch ist bei Aldi Süd ein 17 Zoll Monitor im Programm. (Wir berichteten) .

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Nachdem der Preis noch in allerletzter Sekunde von DM 499 um einhundert Mark gesenkt wurde, brach ein Run auf die Geräte aus. Schon um Uhr 13.00 vermeldeten viele Aldi-Filialen: Ausverkauft!

Wir haben einen dieser Monitore einem Test unterzogen.

Beim Auspacken fällt neben dem gut verpackten Monitor der Standfuß und die Bedienungsanleitung ins Auge. Letztere ist zwar knapp gehalten, erklärt jedoch alles Notwendige für den Betrieb des Neuerwerbs. Der Standfuß ist etwas umständlich zu montieren. Positiv: Das Stromkabel kann gegen ein längeres ausgetauscht werden, da es nicht wie in dieser Preisklasse üblich fest mit dem Gehäuse verbunden ist. Beim Monitorkabel hörte die Freigiebigkeit auf: Es ist untrennbar mit dem Display verbunden.

Nach dem Windows-Bootvorgang wird der Monitor als Plug & Play Gerät erkannt. Spätestens hier fällt auf, daß dem Gerät keine Diskette mit der Monitor-Inf Datei beiliegt. Die optimale Bildwiederholfrequenz muß also von Hand eingestellt werden. Zum Glück erfährt man aus dem Handbuch die für jede Auflösung mögliche Wiederholfrequenz.

1024x768 kann der Medion MD 1772 T mit maximal 85 Hz darstellen. Das Bild hatte bei unserem Testexemplar bei dieser Konfiguration deutliche Schärfeprobleme, die sich in textorientierten Anwendungen besonders bemerkbar machte. Die Konturen der Buchstaben sind ein wenig verwischt, was man aber erst beim genauen Hinschauen bemerkt. Da das menschliche Auge ständig versucht, scharfzustellen, werden die Augen übermäßig beansprucht, was zu Kopfschmerzen und Müdigkeitsgefühlen führen kann.

Überraschenderweise war dieser Unschärfeeffekt bei 75 Hz kaum warzunehmen. Vielmehr sah das Bild außerordentlich scharf aus. Mit dem Monitor-Tool Display Doctor von SciTech kann man sich schrittweise an höhere Frequenzen heranzuwagen. Gegen "Übertaktungen" ist der Monitor geschützt und schaltet ab.

Die Bedienung erfolgt über vier Tasten, mit denen sich ein komfortables On-Screen-Display steuern läßt. Neben Reglern für Kontrast, Helligkeit, die Bildposition und -größe kann auch Kissenverzerrung, Trapez, Parallelogramm und der Neigungswinkel des Bildes manipuliert werden. Der Testmonitor war allerdings hervorragend eingestellt.

Die Farbtemperatur läßt sich ebenso verstellen wie die Gewichtung der Farben Rot, Blau und Grün. Leider gibt es keinen Resetschalter. Wer an den Werten herumspielt tut gut daran, sich die Voreinstellungen zu notieren.

Im Test konnte die Bildröhre durch eine nur sehr geringe Kantenverzerrung und auch sonst keine erkennbaren Fehler in der Bildgeometrie glänzen. Im rechten unteren Bereich zeigen sich extrem leichte Farbverfälschungen, besonders bei Weiß- und Rottönen.

Fazit:

Für den Preis von knapp DM 400 kann man das Gerät durchaus als Schnäppchen bezeichnen, auch wenn es noch billigere 17-Monitore gibt. Die Qualität ist durchaus akzeptabel. Käufer sollten das Sharewaretool Display Doctor von Scitech verwenden, um einen guten Kompromiß aus Schärfe und Wiederholfrequenz zu erreichen.



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