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V2000 von Grolier Interactive

Artikel veröffentlicht am , cg

V2000 von Grolier
V2000 von Grolier
Es ist schon eine ganze Weile her, da erschien ein Spiel für den Amiga 1000 unter dem Titel Virus. Fast 10 Jahre danach treibt erneut ein tödlicher Bazillus sein Unwesen. V2000 , so Titel der Fortsetzung, hält sich dabei eng an die Steuerung und das Spielprinzip des nahezu antiken Vorgängers. Mit einer Art Luftkissenboot gilt es auf verschiedenen Welten bösen, insektoiden Aliens den Gar auszumachen, die auch noch einen unangenehmen Virus mitgebracht haben, der sich nun rasch ausbreitet. Neben der Vernichtung der Gegner, müssen noch die Bewohner der jeweiligen Welt gerettet werden. Diese danken es einem dann, indem sie in befreundeten Fabriken, sofern man sie dort angesetzt hat, ordentlich Waffen und Power -Ups produzieren.

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50 verschiedene Aliens warten in 30 Welten darauf, vom Spieler zu Lande, zu Wasser oder in der Luft ausgeräuchert zu werden. Nach der erfolgreichen Befreiung einer Welt von den Parasiten und der Zerstörung ihres Nestes, geht es weiter in die nächste Level. Der Schwierigkeitsgrad zieht dabei langsam, aber sicher an. Die Steuerung des Fluggerätes ist ein wenig knifflig, da sie von physikalischen Gesetzen abhängig ist. Es gibt zwar unterschiedliche Steuermodi, dennoch bedarf es einiger Eingewöhnung. Hinzu kommt das Tasten, Maus oder Joystick nicht frei konfigurierbar sind. Die Tastaturbelegung ist etwas unglücklich ausgefallen. Mehr als mit den Außerirdischen und der Steuerung, hat der Spieler allerdings dann mit der teilweise sehr mißlungen Kamera zu kämpfen. Stellenwiese schwenkt die Kamera sehr plötzlich ein und zeigt einem dann Bäume, Häuser und andere Objekte in Großaufnahme, aber nicht das eigene Schiff und den eventuell angreifenden Gegner. Der Kamerawinkel ist immerhin ein wenig justierbar, bringt aber trotzdem kein befriedigendes Ergebnis.

Grafisch ist Virus trotz Direct3D kein Überflieger, überrascht aber hier und da mit netten Explosionen, sowie einigen Licht- und Schatteneffekten. Die wabernden Blut -und Lavatexturen hingegen trüben die grafischen Impressionen wieder und hinterlassen einen zwiespältigen Eindruck. Keinen Zweifel dagegen gibt es beim Sound. Er ist eintönig und die piepsigen Schußgeräusche fangen schnell an zu nerven. Negativ ist weiterhin, daß außer bei der kurzen Einleitung, keinerlei musikalische Begleitung vorhanden ist. Somit fehlt dem Spiel eine wichtige treibende Kraft und nahezu jede Atmosphäre. Schade, denn das Spiel selbst ist mit zahlreichen Features und kleinen Gags ausgestattet, zum Beispiel ist das Gameplay ist nicht linear. In den recht großen Welten, gibt es teilweise verschiedene Ein -und Ausgänge. So können Level übersprungen und später beendet werden. Oder an Bord gebeamter Ballast läßt einen überhaupt erst unter Wasser agieren.

Dennoch kann Virus 2000 nur schwerlich auf lange Sicht Motivation erzeugen. Daran ändert auch die Multiplayer -Funktion nichts, die 8 Spieler im sogenannten Deatmatch gegeneinander antreten lassen kann. Leider kann man hier keine der 6 zur Verfügung stehenden Deathmatch -Arenen frei wählen, sondern muß sich Programm überraschen lassen.

Fazit: Wer kein Fan oder Nostalgiker ist, sollte von V2000 die Finger lassen. Dennoch Interessierte sollten vorher erst einmal einen Blick auf die erhältliche Demo-Version werfen.

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