Rise & Transmeta - Neue PentiumII-Konkurrenz?
Zwei neue Konkurrenten werden Intel in Kürze Marktanteile streitig machen. Zwar hat es die Konkurrenz derzeit nicht leicht, gegen Intels Preispolitik anzukommen, doch die beiden Neueinsteiger könnten eine gute Chance haben.
Der Newcomer Rise Technology will im nächsten Monat auf dem
Microprozessor Forum neue energiesparende und preiswerte
Intel Clone-Chips mit der Bezeichnung mP6
vorstellen. Im Gegensatz zur
Konkurrenz will Rise jedoch keine getrennte Produktschiene
für Notebooks und Desktop-PC's fahren, sondern eine Chip-Serie
für beide Bereiche in unterschiedlichen Preisklassen anbieten. Dadurch
hält Rise seine Produktlinie übersichtlicher, kann sich
auf wenige Prozessoren spezialisieren sowie Kosten und
somit auch die Preise gering halten.
Die Firma hofft vor allem
auf Hersteller in Asien, die den Chip einsetzen werden und
Notebooks in Preisbereichen produizieren könnten, die weit unter
der derzeitigen 1500 US-Dollar Grenze liegen. mP6 Prozessoren
sollen sowohl Intels Sockel 7 als auch AMD's "Super Socket 7" Mainboards
unterstützen. Dank einer Allianz mit einem noch unbekannten großen
Chiphersteller soll auch Intels Slot-1 für PentiumII-Moinboards
unterstützt werden, so daß der mP6 fast überall einsetzbar sein wird.
Im nächsten Jahr will Rise auch Intels Katmai (MMX 2) Befehlserweiterungen
unterstützen, MMX wird gleich zu Anfang unterstützt.
Über den zweiten Newcomer, Transmeta , gibt es derzeit nur Gerüchte, da sich die Firma noch sehr bedeckt hält. Transmeta wird ebenfalls auf dem Mitte Oktober stattfindenden Microprocessor Forum einen neuen Prozessor und Produktpläne vorstellen. Es wird vermutet, daß der Chiphersteller einen Intel-kompatiblen Chip auf Reduced Instruction Set (RISC) Basis vorstellen wird. Wer sich auf der Transmeta-Homepage umschaut, wird momentan nicht viel mehr als ein "This web page is not here yet." finden. Ob diese minimalistische Produktbeschreibung jedoch als Indiz für einen RISC-Chip gelten darf, sei dahingestellt.
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