Studie: Jeder zehnte nutzt Online-Medien

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Jeder zehnte Erwachsene in Deutschland nutzt Online-Medien, dies geht zumindest aus der ARD-/ZDF-Online-Studie 1998, die im Auftrag der ARD-/ZDF-Medienkommission durchgeführt wurde, hervor. Durchgeführt wurde die Untersuchung vom Markt- und Sozialforschungsinstitut Enigma, Wiesbaden, das in der Zeit von 7. März bis 25. April 1998 in Telefoninterviews 1006 Online-Nutzer, die aus einem bevölkerungsrepräsentativen Ausgangssample von rund 9700 bundesdeutschen Erwachsenen rekrutiert wurden.

Neben der Gewinnung von Basisdaten zur Online-Nutzung in Deutschland wurden auch die Interdependenzen zwischen Internet und den etablierten Medien untersucht.

Der Studie zu Folge nehmen private Nutzer einen immer größeren Stellenwert im Internet ein. Dementsprechend verlagerte sich die "Prime Time" im Internet auf die Zeit zwischen 18 und 21 Uhr. Der typische Online-Nutzer ist weiterhin männlich, jung, hochgebildet und berufstätig und damit Lieblingskind der Werber. Steigerungsraten gibt es vor allem bei den 14- bis 19jährigen. Frauen hingegen bleiben unterrepräsentiert.

"Die Studie unterstreicht, welche Bedeutung ARD und ZDF als Online-Anbieter auf diesem neuen Markt haben. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig attraktive Online-Seiten für die öffentlich-rechtlichen Programme sind" so Prof. Dieter Stolte, Vorsitzender der ARD-/ZDF-Medienkommission.

Vier von fünf Internet-Nutzern nennen die gezielte Abfrage von Sachinformation an erster Stelle - das eigentliche Surfen kommt sehr selten vor. Mehr als die Hälfte der Online-Nutzer haben die Online-Angebote von Printmedien (60 Prozent) und elektronischen Medien (52 Prozent) aufgesucht, etwa 20 Prozent hatten bereits Kontakt mit den Online-Angeboten der Öffentlich-Rechtlichen.

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