Virtuell wählen

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Ein innovatives Wahlprojekt haben 25 Studierende der Universität Osnabrück unter der Leitung des Soziologen Prof. Dr. Dieter Otten entwickelt. Interessierten bietet sich die Möglichkeit, bei der kommenden Bundestagswahl in einem virtuellen Wahlkreis ihre Stimme abzugeben, allerdings noch ohne damit das "reale" Wahlergebnis zu beeinflussen. Das Vorhaben ist Teil der von Prof. Otten initiierten Lehrveranstaltung "Informatik für Sozialwissenschaftler".

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Neben den 328 realen Wahlkreisen kann jeder über 18 Jahre im virtuellen Wahlkreis Nummer 329 zwischen dem 20. und 27. September (bis 17 Uhr) seine Stimme abgeben. Vorausgesetzt, man meldet sich ab dem 15. August an, denn nur dann bekommt man seinen Wahlzettel inkl. einer codierten Zugangsnummer (TAN) per Email zugesandt.
"Erfaßt wird dabei lediglich, welche Partei gewählt wurde, nicht aber wer gewählt hat, so daß das Wahlgeheimnis gewahrt bleibt", erläutert Prof. Otten.

Die Studierenden wollen mit dem Experiment überprüfen, ob die virtuelle Wahl eine Alternative zur Briefwahl sein kann. Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth habe sich sehr positiv über eine derartige Erprobung neuer Wahlmöglichkeiten geäußert, so Prof. Otten.

Um bei der ersten virtuellen Wahl ein möglichst hohes Wahlergebnis zu erreichen, wird das Projekt von einem "Wahl-Lotto" begleitet, bei dem eine 14-tägige Reise nach Japan winkt. Weitere Aktivitäten sind zur Wahl zum Europaparlament im kommenden Jahr geplant.

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