GigaBit-Schallmauer durchbrochen
Im Rahmen des "Gigabit Testbed West" unter dem Dach des DFN-Vereins wurde bereits im August 1997 eine Höchstgeschwindigkeits-Datenverbindung zwischen dem Forschungszentrum Juelich und der GMD – Forschungszentrum Informationstechnik GmbH in Sankt Augustin-Birlinghoven geschaltet. Betrieben wird diese rund 110 Kilometer lange Verbindung von der Telekommunikations-Gesellschaft o.tel.o(öffnet im neuen Fenster) . Die Kapazität der Strecke, die auf modernster Lichtwellenleiter- Technologie basiert, wurde jetzt auf 2,5 GigaBit erweitert und damit die 1 GigaBit-Schallmauer durchbrochen.
Dazu wurde eine neue Generation von ATM-Switches der Firma FORE Systems eingesetzt und dadurch Datenströme von annähernd 2,4 GigaBit pro Sekunde über die Teststrecke geschickt.
Die neue Datenverbindung verknüpft die Hochleistungsrechner in den beiden Forschungszentren. Auf Seiten des Forschungszentrum Juelich sind das die Supercomputer CRAY T3E und CRAY T90, in Sankt Augustin-Birlinghoven ein IBM SP2 und der Hochleistungs-Visualisierungsserver ONYX 2 von Silicon Graphics. Durch diese Kopplung entsteht ein sogenannter Metacomputer mit einer Gesamtleistung, die nahezu bei der Summe der Einzelleistungen liegt.
Im Rahmen dieser Projekte sollen Machbarkeit und Nutzen des in Deutschland bisher wenig entwickelten, heterogenen Metacomputing nachgewiesen werden. Die Ergebnisse können auch Impulse für eine geplante schnelle Kopplung der Supercomputer-Zentren in Deutschland geben. Ebenso soll die Leistungsfähigkeit dieser Netze für zeitkritische Anwendungen aus dem Medienbereich untersucht werden.
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