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Ist Intels Merced tot?

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Linley Gwennap , Editorial Director des Microprocessor Report , spekuliert über die Zukunft von Intels 64-Bit Prozessoren. Seiner Ansicht nach ist es nicht unwahrscheinlich, daß Merced nie als eigenständiges Produkt erscheint. Statt dessen hält er es für wahrscheinlich, daß Merced-Nachfolger McKinley Intels erster in Serie produzierter 64-Bit-Chip sein wird.
Die von Intel nicht begründete Verschiebung von Merced bis Mitte 2000 zeigt, so Quellen, daß Intel mit der Implementierung der 64-Bit-Technologie vor Problemen steht, die das Erscheinen von Merced als Produkt gefährden. Einer der Hauptgründe für die Verschiebung mag in Intels Entwicklungsphilosophie liegen. So entwickelt man im "top-down" Verfahren, d.h. eine kleine Gruppe hochqualifizierter Entwickler zeichnet sich für die Implementierung verantwortlich, woraufhin ein große Gruppe von "low-level" Entwicklern den eigentlichen Chip konstruiert. Aufgrund von mangelnder Erfahrung war daher bei der Entwicklung der IA-64 Architektur zu oft ein Neudesign erforderlich.

Merced wäre, erschiene er wie jetzt geplant Mitte 2000, der Konkurrenz kaum überlegen, wenn er ihr nicht sogar hinterherlaufen müßte. Intel plante, Merced in 0,18 Micron Technologie zu fertigen, doch um diesen Vorteil gegenüber der Konkurrenz auszuspielen, müsste Merced spätestens Ende 1999 erscheinen. Das gleiche gilt für die veranschlagten Taktfrequenzen. So geht man davon aus, daß Merced anfangs mit etwa 800 MHz getaktet sein müßte, aus heutiger Sicht zwar eine enorme Steigerung, allerdings sollten Mitte 2000 Intels x86iger Familie mit ca. 700 MHz laufen, und Alpha-Chips die 1 GHz Mauer durchbrechen.
Zwar geht Gwennap davon aus, daß Merced mit 6-8 Instruktionen pro Zyklus deutlich mehr Potential besitzt als der 21264 Alpha Prozessor, der nur 4 Instruktionen in einem Zyklus verarbeiten kann. Dieser Vorteil kann jedoch von heutiger Software nicht ausreichend genutzt werden, in der Praxis werden maximal zwei Instruktionen gleichzeitig verarbeitet. Und hier macht sich dann die geringere Taktfrequenz des Merced bemerkbar.

Gwennap zieht daher in Betracht, daß, sollte Merced sich weiter verzögern und McKinley im Zeitplan bleiben, man Merced überspringen und im Jahre 2001 McKinley als ersten 64-Bit-Prozessor von Intel vermarkten könnte. Im Gegensatz zu Merced ist bei der Entwicklung von McKinley die Firma Hewlett Packard stark mit einem Entwicklerteam involviert, das über mehr Erfahrung verfügt und nicht Intels "top-down"-Philosophie verfolgt.


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