Abo
  • Services:

Kündigungsgrund: E-Mail

Artikel veröffentlicht am ,

Nach Recherchen des Magazins Konr@d werden immer mehr Angestellte am Computer in ihren Firmen heimlich ausgespäht und kontrolliert. In einigen Fällen wurden sogar Mitarbeiter gekündigt, nachdem Kontrolleure ihre E-Mail mitgelesen hatten. Das Magazin behauptet weiter, daß elektronische Post in deutschen Firmen fleißig mitgelesen und kontrolliert wird.

Stellenmarkt
  1. Stadtwerke München GmbH, München
  2. Robert Bosch GmbH, Berlin

Dazu würden die Firmen Spitzel-Software einsetzen, die neben den Inhalten der E-Mails auch die Arbeitsleistung der Mitarbeiter am Computer erfassen könnte. Überwacht werde auch, ob sich Angestellte während der Arbeitszeit privat ins World Wide Web einloggen und welche Seiten dort aufgesucht würden.

"Hervorragend zur Überwachung geeignet" sei zum Beispiel die weitverbreitete Software R/3 von SAP, sagt der Hamburger Rechtsanwalt Jens Gäbert, der Betriebsräte berät. R/3 könne detailliert protokollieren, welcher Mitarbeiter wann an welchem Vorgang gearbeitet hat.
Die meisten der Kontrollprogramme kommen jedoch aus den USA, wo nach Angaben von Konr@d mittlerweile 35 Millionen Angestellte systematisch überwacht werden.

Kommentar:
Wenn die Zustände in deutschen Firmen mittlerweile dieses Maß angenommen haben sollten, wie das Magazin schildert, besteht Handlungsbedarf. Genausowenig wie der Arbeitgeber die privaten Telefongespräche seiner Mitarbeiter belauschen darf, ist ihm auch verboten, das Briefgeheimnis zu verletzen. E-Mail, und darin sind sich mittlerweile fast alle Rechtsexperten einig, fällt unter den Briefbegriff, auch wenn zuweilen ins Feld geführt wird, daß E-Mails ähnlich wie Postkarten nicht "verschlossen" sind, und der Autor wissen müßte, das jeder die Zeilen lesen kann.
Das an dieser Stelle Verschlüsselungsbefürworter aufhorchen, dürfte klar sein. In vielen Betrieben ist es den Mitarbeitern jedoch nicht erlaubt, Software auf dem PC zu installieren. Darunter würden auch Verschlüsselungsprogramme wir etwa PGP fallen.
Bleibt zu fragen, was denn unternommen werden könnte, um der Verlockung zu wiederstehen, Mitarbeiter auszuspionieren. Mehr Vertrauen alleine löst das Problem kaum. Eine betriebsweite Vereinbahrung, zumindest jede interne E-Mail zu verschlüsseln, könnte da ein erster Schritt sein. Langfristig müssen aber Richter entscheiden, in wie weit die Privatsphäre Firmeninteressen untergeordnet werden darf und wie die Arbeitsleistung kontrolliert werden darf.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-78%) 8,99€
  2. 14,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt
  3. (-20%) 47,99€
  4. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie

Folgen Sie uns
       


Lenovo Moto G6 - Test

Bei einem Smartphone für 250 Euro müssen sich Käufer oft auf Kompromisse einstellen. Beim Moto G6 halten sie sich aber in Grenzen.

Lenovo Moto G6 - Test Video aufrufen
Raumfahrt: Großbritannien will wieder in den Weltraum
Raumfahrt
Großbritannien will wieder in den Weltraum

Die Briten wollen eigene Raketen bauen und von Großbritannien aus starten. Ein Teil des Geldes dafür kommt auch von Investoren und staatlichen Investitionsfonds aus Deutschland.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Esa Sonnensystemforschung ohne Plutonium
  2. Jaxa Japanische Sonde Hayabusa 2 erreicht den Asteroiden Ryugu
  3. Mission Horizons @Astro_Alex fliegt wieder

Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

Battlefield 5 Closed Alpha angespielt: Schneller sterben, länger tot
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt
Schneller sterben, länger tot

Das neue Battlefield bekommt ein bisschen was von Fortnite und wird allgemein realistischer und dynamischer. Wir konnten in der Closed Alpha Eindrücke sammeln und erklären die Änderungen.
Von Michael Wieczorek

  1. Battlefield 5 Mehr Reaktionsmöglichkeiten statt schwächerer Munition
  2. Battlefield 5 Closed Alpha startet mit neuen Systemanforderungen
  3. Battlefield 5 Schatzkisten und Systemanforderungen

    •  /