Studie: E-Commerce boomt in Deutschland
Die Marktforscher von Jupiter Communications sehen einen wahren Handels-Boom ab
dem Jahr 2002 über Deutschland hereinbrechen. Besonders die Bereiche Software,
Bücher, Musik und Flugreisen gehören hierbei zu den Gewinnerbranchen. Insgesamt
sollen die Umsätze dann 1,85 Milliarden US$ betragen. Für das laufende Jahr wird
von 80 Millionen US$ ausgegangen.
Das Umsatzvolumen von Flugtickets soll
sich von derzeit 38,5 Millionen Dollar auf 780 Millionen Dollar im Jahr 2002
verzwanzigfachen, während dem Online-Buchhandel nach Angaben der Forscher auf
670 Millionen Dollar anschwellen soll.
Kommentar:
Die Zahlen der Marktforscher sehen zunächst einmal sehr vielverprechend aus. Es
ist nur zu bedenken, daß die Summe von 1,85 Mrd US$ (3,3 Mrd DM) im Vergleich
zum Gesamthandel der deutschen Wirtschaft eine verschwindend kleine Summe ist.
In Deutschland existieren zur Zeit rund 630.000 Handelsbetriebe mit über 760.000
örtlichen Niederlassungen und rund fünf Millionen Beschäftigten . Der jährliche
Umsatz beträgt über zwei Billionen DM und somit der Beitrag zur
gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung rund 9 %.
Leider wird in der Studie kein Wort über Beschäftigungseffekte durch
Onlinehandel fallengelassen. Ist es nun so, daß dich das Handelsvolumen
insgesamt vergrößert und mehr Arbeitsplätze geschaffen werden, oder bringt der
Online-Handel eine Rationalisierungswelle mit sich?
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed





