dmmv fordert Einführung von Ad Requests
Der Arbeitskreis "Werbeträgerleistung" des deutschen Multimedia-Verbandes dmmv diskutiert im Moment Ergänzungen zu den bisherigen Maßeinheiten für die Werbeträgerleistung im WWW.
Ziel ist es, den Leistungsnachweis mehr auf die Spezifika des Netzes auszuweiten. Die definierten Standards Page Impression und Visit und die Ausweisung der Reichweitendaten durch die IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern) genügt den Werbern nicht mehr.
"Das bisher Erreichte ist ein gute Basis, aber mit neuen Meßgrößen bekommt die Diskussion erst einen webadäquaten Charakter" so Dr. Jürgen Bossmann (Kabel New Media, Hamburg), Leiter des dmmv Arbeitskreises, der Ende Juni in Berlin zu seiner zweiten Sitzung zusammentrat. Um die Planungs- und Abrechnungssicherheit im Online-Advertising weiter zu erhöhen, müssen die nächsten, ergänzenden Maßeinheiten erarbeitet und bewertet werden.
Im Zentrum der Diskussion standen Ad Requests als denkbare Meßgröße, d. h. der
tatsächliche Abruf des Werbemittels und nicht nur der werbeführenden Seite soll
erfaßt werden. Rufen Surfer die Seite beispielsweise ohne Grafiken auf, zählt
sie nicht mehr in den Statistiken der Werber - das Banner wurde nicht
aufgerufen.
Diese Idee haben natürlich vor dem Verband schon andere gehabt. Die meisten
Betreiber von Ad-Servern ziehen einen prozentualen Anteil bei ihrer Abrechnung
von den Pageimpressions ab, um die Dunkelziffer der nicht abgerufenen Banner
einzubeziehen. Der angestrebte Standard "Ad Request" soll nun Licht ins Reich
der nicht abgerufenen Banner bringen.
Bevor an eine Verabschiedung eines neuen Standards auch nur zu denken ist, ist
natürlich ein Abstimmungsprozeß mit allen Beteiligten nötig.
Der Ad Request kann allerdings nur dann als aussagekräftig bezeichnet werden, wenn die Caching-Problematik, also das Zwischenspeichern von Dateien auf speziellen Servern der Internetprovider zur Beschleunigung des Datentransfers, gelöst wird. Die davon abgerufenen Seiten zählen in den Statistiken der Werber nicht, da sie von dem Abruf überhaupt nichts mitbekommen. Nun will der Arbeitskreis an Methoden arbeiten, die die Zwischenspeicherung von Anzeigen verhindert, einen sogennanten "cache-busting standard".
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