Amerikanischer Pager-Dienst gehackt
Am Freitag wurde laut Wired das amerikanische Paging-Netzwerk PageMart von einem Hacker heimgesucht. Anscheinend hat der Hacker durch Zufall eine Komnination aus PIN-Nummern herausgefunden, die zum Versand von PageMart Info-Rundsendungen gedacht sind. 45 Minuten nachdem zahlreiche sinnlose Meldungen wie "Mike, you're Mom drives a Passat" oder "There is only one blue bula" an ca. 1,5 % der Kunden des gesamten, nationsweit vertretenen Paging-Netzwerks gingen, schaltete PageMart den entsprechenden Dienst ab. Dadurch endeten zwar die ungewollten Meldungen, aber nun kann PageMart selber keine Infomailings mehr verschicken.
Sicherheitsexperten sehen in derartigen Zwischenfällen eine Bestätigung, daß Betreiber derartiger Systeme nur selten an Sicherheit denken, schon alleine da sie nicht glauben, daß jemand Interesse daran hätte sie zu hacken.
Kommentar:
Auch deutsche Betreiber von Paging-Netzwerken nehmen die
Sicherheit nicht sonderlich ernst. Die Daten werden mitunter
nicht einmal verschlüsselt übertragen und falls doch, dann
nur mit simpelsten Methoden. Für Privatkunden ist das
nicht unbedingt bedenklich, doch für Firmen ist es das
sehr wohl, wenn die übermittelten Informationen vertraulicher
Natur sind.
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