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Datenstrom: Daten aus der Steckdose

/ Christian Klaß
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Drei deutsche Energieunternehmen haben vor kurzem, im Rahmen des, im September 97 gestarteten, Projektes "Datenübertragung über Niederspannungs-Energienetze (DüNE)" ein Patent erhalten. Zu den Energieunternehmen gehören die Berliner Kraft- und Licht (Bewag) Aktiengesellschaft, die Hamburgischen Electrizitäts Werke AG und die GAS-, Elekrizitäts- und Wasserwerke Köln AG.

Damit sollen zügige Datentransfers über 220-Volt-Stromnetz möglich werden und nicht nur Haushaltsgeräte miteinander vernetzt werden, sondern auch Computer und andere Komunikationsgeräte. Das erteile Patent beschreibt die Grundlage, auf der die drei Energieunternehmen zusammen mit Forschungs- und Industriepartnern eine, laut Pressemeldung der Bewag(öffnet im neuen Fenster) , "neue universell einsetzbare Möglichkeit zur Überbrückung der letzten Meile zu den Privathaushalten für klassische Telekommunikations- dienste, energienahe Anwendungen (z. B. Zählerfernablesung) und sogenannte "Powerline Enabled Services" entwickeln wollen."
Die patentierte Technologie soll Übertragungsraten bis in den zweistelligen Megabit-Bereich ermöglichen. Bis zur Produktreife sollen jedoch noch zwei Jahre vergehen.

Kommentar:
Besonders wichtig ist diese Technologie für Tele- kommunikationsunternehmen, denn dank diesem Patent wird es bald möglich sein, die letzten Meter zum Endkunden überbrücken zu können, ohne dafür auf die teuren Miet-Telefonleitungen der Telekom zurückgreifen zu müssen. Es bleibt jedoch zu hoffen, daß die angekündigten zwei Jahre bis zur Marktreife eine pessimistische Schätzung waren. Denn so lange wird niemand mehr auf günstige Telefontarife warten wollen.


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