Filmmogul warnt vor Copyrightverletzungen
Jack Valenti, der Präsident der Motion Picture Association of America (MPAA), stellte auf der Internet World in Chicago seine neue Kampagne gegen den Diebstahl und Mißbrauch geistigen Eigentums im Web vor.
Valenti deutete an, daß die Filmindustrie dem Internet mit sehr gemischten Gefühlen gegenüberstehe. Einerseits zeigten Studien, daß mehr als 14 % der Websurfer mehr oder weniger oft nach Filminformationen im Internet Ausschau halten würden, andererseits massenhaft Verletzungen des Copyrights zu beklagen sind.
Valenti sagte, daß die Popularität von Film - und anderen Unterhaltungsthemen zu einer Invasion von Copyrightdieben führen könne, und die Industrie in ernste Schwierigkeiten bringen könnte.
Kommentar:
Obwohl die Angst der Filmindustrie auf den ersten Blick berechtigt zu sein scheint, zeigen die Äußerungen eher die Furcht, daß das Internet sich zu einem zweiten Videokassetten-Kopier-Waterloo entwickeln könnte. Wer schon einmal einen Real-Video Filmschnipsel gesehen hat, wird wohl kaum diese Qualität einem Kino-oder Videofilm vorziehen - und sei der (raubkopierte) Film auch noch so billig.
Die eigentliche Gefahr für die Filmindustrie liegt in ihrem Verhalten: Mehr und mehr Filmfans werden gezwungen, ihre Homepages wieder zu löschen, weil sie Standbilder und Töne aus Filmen und Serien enthielten, deren Verwendung gegen das Copyright verstößt.
Lernt die Filmindustrie nicht, das neue Medium promotionsfördernd zu nutzen, wird sie unter Umständen ihre besten Kunden - ihre Fans - vergraulen.
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