Berliner Radiosender RS2 gehackt
In den frühen Morgenstunden des 17. Juli 1998 haben Freunde des in den USA inhaftierten Hackers Kevin Mitnick die Homepage des Berliner Lokalradiosenders 94,3 r.s.2 gehackt und eine Petition auf der Homepage hinterlassen. Darin fordert man die sofortige Freilassung des Inhaftierten.
Diese Aktion mag im Zusammenhang mit den Plänen um eine Verfilmung der Geschichte des Hackers stehen, die aber offensichtlich nicht den wahren Begebenheiten entspricht und das Negativ-Image des Hackers festschreiben dürfte. Im Film soll Mitnick als geldgieriger und rücksichtsloser Hacker gezeigt werden, was er nach Aussage seiner Freunde nicht ist. Mitnick ist in den USA kein Unbekannter. Er hat bereits auch die Internet-Zugaenge der amerikanischen Bundespolizei FBI geknackt. Der Zugang zu den Radio-Internetseiten war durch diese Aktion für mehrere Stunden unmöglich. Neben der Homepage des Privatsenders war auch die Mutter-Domain www.das-berlin.de betroffen.
"Wir erwägen rechtliche Schritte", so 94,3 r.s.2 Programmdirektor Ralf Mothil. Fragt sich nur, gegen wen. Denn die Hacker waren nicht so freundlich, ihre echten Namen zu hinterlassen.
Experten erwarten ähnliche Meinungsäußerungen auch in Zukunft. Eine besondere Herausforderung für deutsche Unternehmen dürfte die Ankündigung von menschenrechtswahrenden Hackern sein, die Firmenwebsites jener Firmen zu hacken, die Geschäfte mit der VR China machen.
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